Oppenheimer Erklärung der AG Diabetischer Fuß der DDG

Die AG Diabetischer Fuß wurde im Jahre 1992 gegründet. Sie versteht sich als interdisziplinäres Forum, das allen Berufsgruppen, die an der Therapie und Prävention des diabetischen Fußes beteiligt sind, offen steht.

Inzwischen ist die AG Diabetischer Fuß die mitgliederstärkste Arbeitsgemeinschaft der DDG mit nahezu 500 Mitgliedern. Auch wenn die Mehrzahl der Mitglieder Diabetologen sind, war von Anfang an die Mitgliedschaft anderer Berufsgruppen erwünscht, wobei die Mitgliedschaft in der DDG nicht zwingend erforderlich ist.

Erfreulicherweise hat sich die AG Diabetischer Fuß dadurch zu einem wirklichen interdisziplinären Forum entwickelt, an dem Ärzte der verschiedensten Fachrichtungen, insbesondere auch Chirurgen und Gefäßchirurgen teilnehmen. Besonders erfreulich ist die aktive Teilnahme vieler nichtärztlicher Berufe vor allem von Diabetesberatern, Orthopädieschuhmachern und Fußpflegern/Podologen/innen.

Anlässlich der ersten offiziellen Arbeitstagung der AG am 2.10.1993 in Oppenheim haben die Mitglieder ein Konsensusstatement verfasst, in dem sie die Ziele zur Verbesserung der Behandlung des Diabetischen Fußsyndroms und zur Vermeidung von Amputationen formulieren. Die Oppenheimer Erklärung war 25 Jahre lang die Richtschnur, der sich die Mitglieder der AG verpflichtet fühlten.

Anlässlich des 25-jährigen Bestehens der AG Fuß, das mit der Jahrestagung in Stuttgart 2017 gefeiert wurde, haben die Mitglieder die Oppenheimer Erklärung überarbeitet und den neuen Entwicklungen udn Erkenntnissen angepasst.

Zur Oppenheimer Erklärung II:

" Nach mehrmonatigen Diskussionen innerhalb der AG Fuß in der DDG, innerhalb ihres Vorstandes sowie mit jüngeren und langjährigen Mitgliedern und Aktiven hat die Mitgliederversammlung der AG Fuß auf ihrer 25. Jahrestagung im März 2017 in Stuttgart ein überarbeitetes Grundsatzstatement (Oppenheimer Erklärung II) zum Diabetischen Fuß in Deutschland verabschiedet.

Die Eckpunkte der aktualisierten Oppenheimer Erklärung sind:

  • Ein Rückblick auf die vergangenen 25 Jahre
  • Zusammenfassung der Prinzipien der Behandlung des
    Diabetischen Fußes
  • Aufzählung der wichtigsten Faktoren für eine unzureichende
    Versorgung und für häufige Amputationen
  • Empfehlungen zum Vorgehen vor einer Amputation
  • Sieben aktuelle Forderungen zum Diabetischen Fuß in Deutschland.

Vieles wurde von den Aktiven in der diabetischen Fußversorgung – Ärzten, Pflegekräften, Podologen, Orthopädieschuhmachern - in den vergangenen 25 Jahren erreicht (vergleiche die Erklärung von 1993 und 2017 (Seite 4 des Dokuments)), Ansätze für eine Reduzierung hoher Amputationen sind erkennbar. Es bleibt jedoch weiter eine herausragende Aufgabe, ambulante wie klinische Strukturen zu schaffen und aufrechtzuerhalten, damit der Stand der medizinischen Kenntnis und Wissenschaft auch bei den betroffenen Patienten ankommt und dort umgesetzt wird."

Für den Vorstand der AG Fuß
Dr. Joachim Kersken, 2. Sprecher der AG

 

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