Arbeitsgemeinschaft Diabetes und Angiologie

 

Menschen mit Diabetes mellitus haben ein gegenüber der gesunden Bevölkerung stark erhöhtes Risiko an arteriellen Durchblutungsstörungen zu erkranken. Diese äußert sich neben dem gehäuften Auftreten von Schlaganfällen und Herzinfarkten v.a. im Vorkommen der peripheren arteriellen Verschlusskrankheit (pAVK) in unterschiedlichster Ausprägung, bis hin zur viel zu häufig nicht vermeidbaren Amputation. Die Ursache der gehäuften Atherosklerose in diesem Patientenkreis ist multifaktoriell und in letzter Konsequenz noch nicht umfassend verstanden. Auch die Lokalisation der pAVK mit ihrer distalen Betonung ist beim Menschen mit Diabetes mellitus besonders und der Grund hierfür ebenfalls nicht gut verstanden.

In Anbetracht der Komorbidität dieser Patientengruppe wird deren Behandlung v.a. im Hinblick auf neue Ansätze zur Differenzierung der primär nicht insulinpflichtigen Diabetesformen mit ihren unterschiedlichen kardiovaskulären Risiken zunehmend komplexer und die primären und sekundären Präventionsmaßnahmen müssen differenzierter werden.

Neben der arteriellen Strombahn ist bei Patienten mit Diabetes auffallend häufig auch das venöse System erkrankt. Dies liegt zum einen an der bei Menschen mit Diabetes mellitus veränderten Rheologie, zum anderen an der durch die oftmals gleichzeitig vorliegende Adipositas verursachten chronisch venösen Insuffizienz und den damit verbundenen akuten (Thrombosen/Lungenembolien) und chronischen (Ulcera cruris) Folgen.

In der Zusammenschau stellt der diabetische Gefäßpatient eine besondere medizinische Herausforderung dar, der durch eine hochprofessionelle, interdisziplinäre Herangehensweise Rechnung getragen werden muss.

Ziele und Aufgaben

  • Die Aufgaben der AG erstrecken sich auf die Förderung des diabetologisch und angiologisch interessierten Nachwuchses, und Motivation zum Ergreifen der Doppelausbildung.
  • Ferner ist es Ziel der Arbeitsgruppe angiologische Aspekte in die Zertifizierung „Nebendiagnose Diabetes“ einfließen zu lassen.
  • Förderung der Forschung die Schnittstelle Diabetes und Atherosklerose betreffend. Auslobung eines DDG Forschungspreises für Arbeiten, die sich mit der Beziehung zwischen Diabetes und Gefäßerkrankungen beschäftigen.
  • Unterstützung des DDG Vorstands bei der Beantwortung angiologisch-diabetologischer Fragestellungen einschließlich Stellungnahmen zu aktuellen Aspekten und Erarbeitung von Positionspapieren.
  • Nicht zuletzt soll eine Struktur geschaffen werden, die es diabetischen Patienten mit Gefäßkomplikation ermöglicht sich auszutauschen und Erfahrungen zu teilen.
  • Ein wichtiges politisches Ziel ist es, die Sektorengrenzen in der Versorgung vor allem von Patienten mit chronischen, atherosklerotisch bedingten Wunden aufzuweichen. Vor allem letzterer Punkt soll in enger Abstimmung mit der AG „Fuß“ erfolgen.

Tätigkeiten

  • Organisation wissenschaftlicher Sitzungen im Rahmen der DDG Jahrestagungen zur Förderung des Interesses am Schnittpunktthema Diabetes und Angiologie.
  • Erstellung einer Praxisempfehlung „pAVK“ in Zusammenarbeit mit der DGA und der DeGiR.
  • Mitarbeit und Verabschiedung der S3 Leitlinie „Carotisstenose“.

Vorsitzender

PD Dr. med. Kilian Rittig
Klinikum Frankfurt (Oder) GmbH
Klinik für Angiologie und Diabetologie
MK IV - Gefäßzentrum
Müllroser Chaussee 7          
15236 Frankfurt (Oder)
E-Mail: kilian.rittig(at)klinikumffo.de

Beirat

Hier finden Sie die Mitglieder des Beirats der AG Diabetes und Angiologie.

Mitgliedschaft

Hier finden Sie den Mitgliedsantrag, den Sie bitte an den Sprecher der AG senden.

Die AG freut sich über Mitglieder, die sich interdisziplinär mit Themen Diabetes und Angiologie beschäftigen. Interessenten begrüßen wir gerne auf der jährlichen Mitgliederversammlung der AG während des Diabetes Kongresses.

Geschäftsordnung

Hier finden Sie die Geschäftsordnung der AG Diabetes und Angiologie.