Diabetes-Schwerpunktpflegedienst (DDG)

Mit dem Zertifikat "Diabetes-Schwerpunktpflegedienst (DDG)" haben ambulanten Pflegeeinrichtungen die Möglichkeit, ihre besondere Fachkompetenz und Einbindung in relevante Versorgungsnetze für pflegebedürftige ältere Patienten mit Diabetes mellitus auszuweisen.

Diabetes-Schwerpunktpflegedienste arbeiten nach den durch das Institut für Innovatives Gesundheitsmanagement (IIGM) entwickelten und durch die DDG anerkannten Kriterien auf der Basis eines Diabetes-Pflegequalitätsmanagements.

Zu den Kriterien gehört u. a.:

  • Existenz und Anwendung diabetesspezifischer Standards und Dokumentation entsprechend der Vorgaben (siehe Fortbildung Diabetes-Pflegefachkraft DDG (Langzeit))
  • Mindestens halbjährliche Besprechung der Versorgungssituation und des Therapieerfolges jedes Diabetes-Patienten unter Einbeziehung aller relevanten Leistungserbringer (z. B. Arzt, Podologe)
  • Mindestens zwei Diabetes-Pflegefachkräfte DDG (Langzeit) (mit aktuellem Zertifikat) müssen in der Einrichtung beschäftigt sein
  • alle MitarbeiterInnen mit Patientenkontakt verfügen über Diabetes-Grundwissen (aktuelle Schulungsnachweise intern o. extern mind. halbjährlich)
  • Angebot einer regelmäßigen diabetologischen Pflegeberatung als Einzelberatung
  • Kooperationsvereinbarungen (schriftl. Vereinbarung mit klar formuliertem Ziel und Angabe, wie dieses Ziel gemeinsam erreicht werden soll) mit
    - mind. einem Diabetologen DDG (oder LÄK mit Mitgliedschaft in DDG),
    - mind. einer DiabetesberaterIn DDG,
    - mind. einem Podologen (o. med. Fußpflegeeinrichtung) und
    - einem Wundmanager

      (wenn kein einrichtungsinterner Wundmanager existiert)

  • Festes Kooperationsziel der Therapieoptimierung zwischen Pflegedienst und betreuenden Ärzten
  • Vorhandensein und Anwendung eines Diabetes-Pflegekonzeptes inkl. pflegedienstinterner Qualitätsziele in der Diabetes-Betreuung
  • Schriftliche Darstellung des Diabetes-Pflege-Qualitätsmanagementsystems
  • Screening aller (nicht dementen) insulinpflichtigen Diabetes-Patienten mittels Fähigkeitstest auf den vorhandenen Grad an Selbstversorgungsfähigkeit

Das Zertifikat soll es Betroffenen erleichtern, eine für ihren Bedarf geeignete Pflegeeinrichtung auszuwählen, die mit der Erkrankung Diabetes besondere Erfahrungen aufweist und in einem interprofessionellen Netzwerk arbeitet.

Kooperationspartner, wie z. B. Diabetologen, finden in Diabetes-Schwerpunktpflegediensten (DSPD) fachkompetente Partner zur Förderung des Erreichens der therapeutischen Behandlungsziele.

Die Anerkennung erfolgt nach den durch die DDG anerkannten Richtlinien zur Zertifizierung als DSPD.

Hinweise zu den Gebühren und dem Antragsverfahren finden Sie in den Richtlinien zum Zertifizierungsverfahren. Die Gebühren beinhalten die Anmeldegebühr bei der DDG sowie die Zertifizierungsgebühren bei der zugelassenen Zertifizierungseinrichtung. Dort erhalten Sie auch die aktuelle Gebührenliste der Zertifizierungseinrichtung.

Ansprechpartner in der Geschäftsstelle ist:

Klaus-Dieter Jannaschk
Team Zertifizierung
Tel.: 030 / 3 11 69 37 16
E-Mail: jannaschk(at)ddg.info