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Arbeitsgemeinschaft für pädiatrische Diabetologie (AGPD)

Die Arbeitsgemeinschaft hat aktuell 420 Mitglieder, turnusgemäß schied Frau Dr. Lange im Jahr 2001 aus dem Beirat der AGPD aus, für ihre langjährige Arbeit sei ihr auch an dieser Stelle nochmals gedankt. Bei der Mitgliederversammlung der AGPD, welche während der DDG-Jahrestagung in Aachen stattfand, wurde Herr PD Dr. Beyer, Oberhausen, neu in den Beirat gewählt.

Zusammen mit Herrn Dr. Lang vom Ausschuß Schulung und Weiterbildung wurde an neuen, eigenständigen Zertifizierungsrichtlinien für "Schulungs- und Behandlungseinrichtungen DDG Typ-1-Diabetes / Pädiatrie" gearbeitet. Dieser Vorschlag ist seit längerem auf der Homepage der AGPD einsehbar, der Text wurde aber bisher nicht vom Vorstand der DDG verabschiedet.

Eine Interessengruppe zur Pumpentherapie in der Pädiatrie hat sich gebildet. Sprecherin dieser Gruppe ist Frau Dr. Heidtmann aus Hamburg. Zusammen mit G. Kind und Frau Lutterbüse wurde der pädiatrische Kodierleitfaden im Rahmen der DRG-Erfassung erarbeitet, dieser ist mittlerweile veröffentlicht. Herrn PD Dr. Beyer sei für sein Engagement gedankt. Auswirkungen durch das neue Abrechnungssystem werden aber auch in Zukunft eine Hauptaktivität des Beirates darstellen, Herr Beyer koordiniert diese Aktivitäten.

Der Beirat arbeitet an 3 neuen Statements zu "Immunthyreoiditis bei Typ-1-Diabetes", "Screening und Therapie der Zöliakie bei Typ-1-Diabetes" und - gemeinsam mit dem Arbeitskreis Pumpentherapie - an einer Stellungnahme zur Indikationsstellung einer CSII in der Pädiatrie. Alle Kollegen, die zu einem dieser Statements beitragen möchten, sind gerne dazu eingeladen. Sobald erste Entwürfe fertiggestellt sind, werden diese auf der Homepage der AGPD zugänglich gemacht. Alle verabschiedeten - und vom Vorstand der DDG akzeptierten - Statements der AGPD sind ebenfalls auf der Homepage verfügbar.

Seit Januar 2001 besteht die Möglichkeit, in Anlehnung an das internationale Curriculum der ESPE eine zweijährige Ausbildung zum "pädiatrischen Endokrinologen und Diabetologen" zu durchlaufen. 14 Einrichtungen bzw. Verbünde mehrerer Einrichtungen wurden für diese - bisher von der Ärztekammer nicht anerkannte - Weiterbildung zertifiziert. Details können bei den Sprechern der beiden Arbeitsgemeinschaften (APE: Prof. Schönau, Köln / AGPD: Prof. Holl, Ulm) angefordert werden. Unabhängig davon wird weiter versucht, eine führbare Weiterbildungsbezeichnung zu bekommen. Die Deutsche Gesellschaft für Kinderheilkunde unterstützt dieses Anliegen.

Während der DDG in Aachen wurde von der AGPD ein sehr erfolgreiches Symposium über "Neue Möglichkeiten der Insulintherapie bei Kindern und Jugendlichen" veranstaltet. Im Jahr 2001 wurde der "Förderpreis Pädiatrische Diabetologie - Aventis Pharma Deutschland GmbH" an Herrn Dr. Dost aus Giessen vergeben für seine Arbeit über den Einfluss genetischer Polymorphismen auf das Blutdruckprofil und die Entwicklung einer arteriellen Hypertonie bei Kindern und Jugendlichen mit Diabetes mellitus Typ 1. Auch im Jahr 2002 wird dieser Preis wieder vergeben werden (Deadline für Anträge: 1. 7. 2002 beim Sprecher; Verleihung am 21. September in Leipzig).

Auch die pädiatrische Qualitätssicherungsinitiative der AGPD ("QS-DPV") erfreut sich weiter wachsenden Interesses, mittlerweile liegt ein Überblick über 7 Jahre vor. Für das Behandlungsjahr 2001 haben sich 110 pädiatrische Einrichtungen am Benchmarking beteiligt, neue regionale Qualitätszirkel bilden sich.

Eine gemeinsame, bundesweite Studie der AGPD zum Einfluss von psychosozialen Rahmenbedingungen auf den Verlauf des Diabetes bei pädiatrischen Patienten und zur Notwendigkeit unterstützender Hilfen ist mittlerweile angelaufen, circa 35 Zentren werden sich beteiligen. Die Untersuchung umfasst altersspezifische Fragebögen für Patienten, einen Fragebogen für Eltern sowie eine kurze Einschätzung durch das Diabetesteam. An medizinischen Endpunkten werden die Stoffwechseleinstellung (HbA1c, Hypoglykämien) und die Hospitalisationsrate über die DPV-Verlaufsdaten einbezogen. Der Beirat würde sich freuen, wenn noch weitere Diabeteseinrichtungen an dieser gemeinsamen Studie teilnehmen würden.

Jahrestagung und Mitgliederversammlung der AGPD im Jahr 2002 werden am 21. September 2002 in Leipzig anlässlich der Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Kinderheilkunde und Jugendmedizin stattfinden. Das diabetologische Symposium wird unter dem Titel "Grenzsituationen der Diabetestherapie" fünf Übersichtsreferate zusammenfassen. Während der DDG-Jahrestagung in Dresden findet ein pädiatrisches Symposium zur "Initialtherapie des Diabetes bei Kindern und Jugendlichen" statt. Alle Interessenten sind herzlich eingeladen.

Prof. Reinhard Holl (Sprecher der AGPD)

Beirat:: Frau Dr. Kordonouri, Berlin; PD Dr. Beyer, Oberhausen; Dr. Hecker, Stuttgart; Dr. Ziegler, Münster

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