Jahresbericht 2003
Die AG Diabetes und Geriatrie hat ihre Arbeit auch 2003 erfolgreich fortgesetzt. Die Mitgliederzahl ist weiterhin im Wachsen.
Im Rahmen der Mitgliederversammlung in Bremen im Mai 2003 wurde ein etwas verkleinerter Vorstand beschlossen. Wiedergewählt wurden als Beisitzer: Feucht, Hader, Lindner, Mitschka; als Vorsitzender Zeyfang. Die Stellvertreter Friedl und Wernecke stellen sich satzungsgemäß 2004 erneut zur Wahl.
Themen der AG waren 2003 die Weiterentwicklung des Fortbildungszertifikats (* Anmerkung siehe Fußnote) Diabetes in der Altenpflege (FoDiAl), hier laufen Evaluationsprojekte in Nordrhein-Westfalen, Thüringen und Baden-Württemberg. Ziel ist die flächendeckende Fortbildung von stationären und ambulanten Pflegekräften zum Diabetes mellitus.
Der Arbeitskreis SGS (strukturierte geriatrische Diabetiker-Schulung) hat die Aufgabe, eine solche Schulung speziell für den geriatrischen Patienten zu erstellen und zu evaluieren. Die Konzeption und Materialien sind fertiggestellt, ab Januar 2004 beginnt eine multizentrische Evaluationsstudie.
Drittes Projekt ist eine zwischen DDG und DGG (Deutsche Gesellschaft für Geriatrie) gemeinsame „evidenzbasierte Leitlinie Diabetes im Alter“. Die Weiterentwicklung und Veröffentlichung erfolgt zusammen mit der AG Diabetes und Geriatrie, ein Expertenteam aus DDG und DGG bearbeitet derzeit in 3. Sitzung den Entwurf, der im März ins Internet soll.
Unter www.diabetes-im-alter.de befinden sich kurze Beschreibungen zum Thema.
Neue Projekte der AG befassen sich mit folgenden Themen:
- Erhebung zu Geriatrie-geeigneten Materialien bzw. Entwicklung solcher (läuft bereits)
- Studie zu Wirkung und Nebenwirkung von OAD bei ger. Pat. mit Diabetes (gemeinsam mit Ausschuss Pharmakotherapie)
- Etablierung mehr geriatrischer Inhalte in die Weiterbildung zur Diabetesberaterin DDG (gemeinsam mit Ausschuss Schulung und Weiterbildung)
- Harninkontinenz und Diabetes (Koordination Dr. C. Hader, erste Treffen in Planung)
Problembereiche finden sich u. a. in den veränderten Rahmenbedingungen (DMP und DRG) mit Verschlechterung der Versorgungsqualität. Weiterhin fehlen gute Studien zum Zusammenhang geriatrischer Problembereiche durch den Diabetes und bezüglich Blutzuckerziele. Auch gibt es wenig Evidenz bezüglich des Einsatzes der Pharmakotherapie mit OAD bei geriatrischen Patienten.
Nach langen Jahren des Schattendaseins gewinnt der zahlenmäßig immer relevantere Anteil geriatrischer Diabetiker zunehmende Aufmerksamkeit in der Fachwelt und Öffentlichkeit. Die Deutsche Diabetes-Stiftung unterstützt die Arbeit der AG weiterhin ideell und finanziell. Auf dem Diabetes-Forum der DDG im November fand ein Austausch der Vorsitzenden der AGs und Ausschüsse statt, dabei kam es zu Vernetzungen mit dem Ausschuss Pharmakotherapie und den Arbeitsgemeinschaften Prävention, Fuß und Herz.
Auf dem nächsten Diabetes-Kongress im Mai 2004 wird erstmalig ein ganzes Hauptsymposium zum Thema „Diabetes und Geriatrie“ stattfinden, ich lade Sie hierzu ganz herzlich ein!
Im Namen des gesamten Vorstands,
Andrej Zeyfang
Vorsitzender der
AG Diabetes und Geriatrie der DDG
*Fußnote: Um Missverständnissen vorzubeugen sei angemerkt, dass „Zertifizierungen“ im engeren Sinne nicht durch eine Arbeitsgemeinschaft, sondern nur durch den Vorstand der DDG vorgenommen werden können.
(P. Bottermann, Ärztlicher Generalsekretär)
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