Tätigkeitsbericht 2002
Als neuer Sprecher der Arbeitsgemeinschaft „Diabetes und Niere“ wurde Dr. Hans-Joachim Lüddeke, derzeit Chefarzt am Diabeteszentrum in Simbach a. Inn gewählt. Auf der Mitgliederversammlung wurde der Beschluss gefasst, dass die Leitlinien-Kommission der DDG die Leitlinien in enger Abstimmung mit der Arbeitsgemeinschaft weiterentwickeln soll. Unter den Mitgliedern wurde eine Befragung durchgeführt, wie die zukünftige Arbeit der Arbeitsgemeinschaft intensiviert werden kann. Dabei ergab sich insbesondere, dass Interesse an fachspezifischen Fortbildungen und einem Internetforum besteht, über das flexibler aktuelle Themen diskutiert werden können. Außerdem soll ein Literaturforum eingerichtet werden, das im gegenseitigen Austausch der Mitglieder schnell aktuelle neue Publikationen auf dem Gebiet der Nephropathie und der Hypertonie verfügbar macht.
Mit dem Vorsitzenden der Deutschen Diabetesgesellschaft, Herrn Prof. Landgraf, wurden Diskussionen über die speziellen Aspekte der diabetischen Nephropathie in der Anlage 1 und 2 der Risikostrukturausgleichsverordnung geführt. Es bestand dabei ein Interesse, in Form einer Studie ein alternatives Disease Management Programm zu unterstützen, das mehr an aktuellen Zielen bezüglich der Nephropathie orientiert ist.
Als eines der wenigen evaluierten Disease Management Programme im Bereich der Nephropathie stellt sich das Prosit-Programm dar. Das Prosit-Programm hat insbesondere Standards zur Dokumentation entwickelt, die den Mitgliedern in der AG zur Diskussion gestellt wurden.
Das Interesse vieler Mitglieder an aktuellen spezialisierten Fortbildungen zur diabetischen Nephropathie wird auch von der Arbeitsgemeinschaft niedergelassener Nephrologen geteilt und es wurde mit Herrn Dr. Merker ein erstes Konzept zur praxisorientierten Fortbildung im interdisziplinären Austausch zwischen Nephrologen und Diabetologen ausgetauscht.
Das Symposium der AG „Diabetes und Niere“ auf dem Kongress der DDG in Bremen soll sich aktuellen Themen, vor allem der fortgeschrittenen Nephropathie widmen. Mit Prof. Krolewski, der auf Einladung von Herrn Prof. Janka im Rahmen des Symposiums neue Daten zur Nephropathie bei Diabetes vorstellt, ist ein hochkarätiger internationaler Gast für das Symposium eingeladen. Prof. Hasslacher wird aktuelle Daten zur Bedeutung der Stoffwechselkontrolle bei fortgeschrittener Niereninsuffizienz vorstellen, Prof. Ritz aktuelle Daten zur Präferenz der fortgeschrittenen Nephropathie in Deutschland.
Dr. Hans-Joachim Lüddeke
Sprecher der Arbeitsgemeinschaft „Diabetes und Niere“
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