Jahresbericht 2000
Der seit 1996 bestehenden Arbeitsgemeinschaft der DDG gehörten Ende 2000 51 Mitglieder an. Bei der 35. Jahrestagung der DDG in München fand am 31. 5. 2000 die 6. Mitgliederversammlung statt. Satzungsgemäß waren Neuwahlen für den Beirat nicht notwendig, nachdem im letzten Jahr die Herren Hilz, Erlangen; Luft, Tübingen; Neundörfer, Erlangen; und Ziegler, Düsseldorf neu in den Beirat gewählt worden waren.
Während des DDG-Kongresses in München fand das 4. Symposium der Arbeitsgemeinschaft statt. Zum ersten Male wurde das Symposium mit dem Thema "Diabetische Langzeitkomplikationen" als Gemeinschaftssitzung der Arbeitsgemeinschaften "Diabetes und Auge", "Diabetes und Niere" sowie "Diabetes und Nervensystem" unter der Leitung von H. P. Hammes, Gießen, C. Hasslacher, Heidelberg und M. Haslbeck, München, durchgeführt. K. H. Reiners, Würzburg, referierte über die Wertigkeit elektrophysiologischer Methoden in der Differentialdiagnose der sensomotorischen diabetischen Neuropathien.
B. Neundörfer, Erlangen, faßte die selteneren Manifestationen der diabetischen Neuropathien zusammen, wobei insbesondere die Hirnnerven-Mononeuropathien, die Radiculopathien sowie die proximal-asymmetrische, vorwiegend motorische Polyneuropathie (diabetische Amyotrophie) herausgestellt wurden. Bezüglich der weiteren Vorträge sei auf die Tätigkeitsberichte der anderen Arbeitsgemeinschaften hingewiesen. Insbesondere bei der Nephropathie aber auch bei der diabetischen Retinopathie wurden hauptsächlich therapeutische Probleme vorgetragen und diskutiert.
Bezüglich der weiteren Aktivitäten der AG "Diabetes und Nervensystem" soll besonders auf das dritte Treffen der "European Federation for Autonomic Societies (EFAS)" vom 26. - 28. 4. 2001 in Erlangen hingewiesen werden, das gemeinsam mit den Arbeitskreisen "Autonomes Nervensystem" der Deutschen Gesellschaft für Neurologie sowie "Autonomes Nervensystem" der Universität Erlangen-Nürnberg durchgeführt wird. Schwerpunktthemen sind Baro-rezeptor-Reflexe, gastrointestinale Dysfunktion und diabetische Neuropathie (siehe auch Ankündigung in Diabetologie-Informationen, Heft 6, Dezember 2000). Die Kongreßanmeldung kann über das Tagungssekretariat Prof. M. J. Hilz, Neurologische Klinik der Universität Erlangen-Nürnberg, Schwabachanlage 6, 91054 Erlangen (Tel. 09131-8534444, Fax 09131-8534328), erfolgen.
Nach einem entsprechenden Antrag an den Präsidenten und den Vorstand der DDG kann die Arbeitsgemeinschaft "Diabetes und Nervensystem" beim diesjährigen Jahreskongreß der DDG wiederum ein Vorsymposium abhalten. Der Termin ist Donnerstag, der 24. 5. 2001 von 8.00 - 10.15 Uhr (Saal Aachen/Toledo), vor der offiziellen Eröffnung des Jahreskongresses. Die Mitgliederversammlung der AG findet am Mittwoch, den 23. 5. 2001, nachmittags um 14.30 Uhr im Saal "Reims" des Kongreßzentrums in Aachen statt. Dem Tagungspräsidenten, Herrn Dr. Dr. H. G. Joost, Aachen, sei für die Einplanung der oben angegebenen Termine vielmals gedankt. Die Themen des zweiteiligen Symposiums betreffen die Diagnostik der autonomen Dysfunktion (kardiale Neuropathie, erektile Dysfunktion, Störung der sympathischen Hautinnervation) sowie den wichtigen Krankheitskomplex der schmerzhaften Neuropathie (Pathogenese, Klinik, Diagnostik, Therapie).
Abschließend sei noch besonders auf die im Mai 2000 erstmals offiziell publizierten, evidenzbasierten Diabetes-Leitlinien DDG hingewiesen. Die Leitlinien zur Diagnostik, Therapie und Verlaufkontrolle der sensomotorischen diabetischen Neuropathien wurden von den Mitgliedern der AG M. Haslbeck, München; D. Luft, Tübingen; B. Neundörfer, Erlangen; H. Stracke, Gießen und D. Ziegler, Düsseldorf im Auftrag der DDG und in enger Kooperation mit dem Institut für Gesundheitsökonomie und klinische Epidemiologie der Universität Köln (IGKE) erarbeitet und publiziert. Der zweite Teil der Leitlinien zur Diagnostik, Therapie und Verlaufskontrolle der autonomen diabetischen Neuropathien wird derzeit von der genannten Expertengruppe fertiggestellt.
Der Vorsitzende der Expertengruppe (M. Haslbeck, München) möchte sich an dieser Stelle für die hervorragende Zusammenarbeit und die intensiven und fachlich hochqualifizierten Diskussionen bei den Expertentreffen bedanken. Insbesondere sei auch den Mitgliedern der DDG gedankt, die nach Publikation in der Zeitschrift "Diabetes und Stoffwechsel" besonders zu den Problemen der medikamentösen Behandlung peripherer Neuropathien sehr engagiert Stellung bezogen und damit zur Verbesserung und Präzisierung dieser wichtigen Empfehlungen beigetragen haben.
17.1. 2001
Prof. Dr. Manfred Haslbeck
Sprecher der Arbeitsgemeinschaft "Diabetes und Nervensystem e. V."
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