Jahresbericht 2001
Allgemeines
Die Aktivitäten der Arbeitsgemeinschaft konzentrierten sich im Jahr 2001 auf die Gestaltung der Praxis-Leitlinien der DDG und auf die Weiterbildung auf dem Gebiet der diabetischen Retinopathie. Die angenehme und fruchtbare interdisziplinäre Kooperation zwischen Diabetologen und Augenärzten hat sich auch in diesem Geschäftsjahr fortgesetzt. Die gemeinsame Arbeit trägt gute Früchte, und der Kontakt ist erfreulich eng und produktiv. Zwar ist die Gruppe derjenigen, die sich aktiv beteiligen, klein, aber sowohl bei der Gestaltung von Arbeitstagungen als auch bei der Vorbereitung von Symposien ist die gegenseitige Unterstützung und der Enthusiasmus für die Belange der AG groß. In Zukunft wird sich, wie in anderen Bereichen der Diabetologie, auch hier abzeichnen, daß vergleichbare Gruppen enger zusammenwachsen. Ein direktes Zusammengehen mit der Initiativegruppe Früherkennung diabetischer Augenerkrankungen (IFDA) ist wegen der unterschiedlichen Organisationsstrukturen und des rechtlichen Status nicht möglich, aber die Gemeinsamkeiten, u.a. erkennbar an einem gemeinsamen Internetauftritt und einem verbindenden Logo, werden größer werden.
Symposien
Anläßlich des Jahreskongresses der Akademie der Augenärzte Deutschlands (AAD: www.aad.to) fand am 07.03.2001 in Düsseldorf das 10. Symposium der AGDA statt. Das Themenspektrum reichte von grundlegenden Studien über die Interaktion von Leukozyten mit Endothelzellen als Basis des Endothelschadens bis zu klinisch-ophthalmologischen Behandlungsstrategien bei fortgeschrittener Retinopathie und fand einen großen Anklang. Dies führte dazu, das Lunchsymposium, das von der Firma Lilly Deutschland großzügig unterstützt wurde, in die zertifizierten Veranstaltungen aufzunehmen.
Im Rahmen der 36. Jahrestagung der Deutschen Diabetesgesellschaft in Aachen fand am 23.05.2001 das 11. Symposium der AG mit Schwerpunkt "Oxidative AGE Produkte bei Stoffwechselerkrankungen, im Alter und bei Infektionen" statt. Neben allgemeinen Aspekten zur Bildung und Aufnahme dieser Produkte wurden neueste Aspekte zur pathophysiologischen Bedeutung, u.a. auch für die Netzhaut, dargestellt. Den Sprechern (E. Schleicher, Tübingen, P. Rösen, Düsseldorf, M Kasper, Dresden, und T. Koschinsky, Düsseldorf) sei nochmal herzlich für ihr Engagement gedankt.
In Aachen wurde auch zum zweiten Mal der Meyer-Schwickerath Preis der AGDA vergeben. Frau Dr. B. Feldmann (AG Prof. Dr. B. Böhm, Ulm) wurde für ihr fortgesetztes Engagement auf dem Gebiet der Retinopathieforschung mit ihrem Projekt "Behandlung der proliferativen diabetischen Retinopathie mit langwirksamen Somatostatin-Analoga" ausgezeichnet.
Leitlinien-Arbeit
Die Leitlinien für die Praxis wurden in einer zweitägigen Aktion in Düsseldorf am 4. und 5. 12. 2001 besprochen. Von seiten der AG wurde ein Diskussionspapier vorgelegt, daß sich aufgrund der weitgehenden Abstimmung zwischen den beiden Disziplinen ohne größere Diskussion als praxisnah umsetzen ließ. Aufgrund der weit gediehenen Vorstellungen und der vielfältigen didaktischen Materialien ist auch zu hoffen, daß die Laien- und Anwenderversion schnell umsetzbar sein wird.
Zum Thema Fortbildung: Immer wieder wird die Frage nach einer standardisierten Fortbildung für das Thema diabetische Retinopathie gestellt.
Hier zwei Quellen:
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1. Diasatz der Firma Mann Pharma (Dr. G. Petzold, Dr. Mann Pharma, Brunsbütteler Damm 165-173, 13581 Berlin)
- 2. Diasatz von PD Dr. Ulbig, Augenklinik der Universität München, Mathildenstr. 8, 80336 München, Fax 089 5160 4404 (Unkostenbeitrag 60 Euro).
Mit dem Ablauf des Geschäftsjahres wurde die Neuwahl des Vorstandes der AGDA erforderlich. Aus terminlichen Gründen fand die Mitgliederversammlung erst am 16.02.02 statt.
Der neue Vorstand setzt sich wie folgt zusammen:
Sprecher
PD Dr. Lemmen, Düsseldorf
Beirat
Prof. Dr. Bornfeld, Essen
Prof. Dr. Hammes, Mannheim
Prof. Dr. P. Kroll, Marburg Prof. Dr. A. Pfeiffer, Berlin
Dr. J. Spranger, Berlin
Abschließend ein Aufruf an die DDG-Mitglieder, vor allem aus dem niedergelassenen Bereich, sich der AGDA anzuschließen und die Kommissionsarbeit und Weiterbildung auf dem Gebiet der diabetischen Retinopathie zu unterstützen.
Für die Arbeitsgemeinschaft
Prof. Dr. Hammes
Beiratsmitglied der AGDA
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