Die AG Diabetes und Niere veranstaltete auf der diesjährigen Jahrestagung der DDG in Leipzig traditionell ein Symposium mit aktuellen Aspekten zu Pathogenese, Klinik und Prognose der diabetischen Nephropathie. B. Gallwitz aus Tübingen referierte über die Bestellung der Inkretin-Mimetika bzw. DPP4-Inhibitoren bei der Behandlung von Diabetikern mit eingeschränkter Nierenfunktion. Bisher wird der Einsatz der Substanzen bei fortgeschrittener Niereninsuffizienz nicht empfohlen. G. Klose aus Bremen untersuchte in seinem Übersichtsreferat den Effekt der Statine auf die Nephropathieprogression. Bei relativ schlechter Datenlage hinsichtlich der renalen Prognose scheint jedoch der Einsatz von Statinen aufgrund des hohen kardiovaskulären Risikos bei dieser Patientengruppe auf jeden Fall gerechtfertigt. M. Hausberg aus Karlsruhe befasste sich mit den neuen Möglichkeiten der RAS-Blockade bei diabetischer Nephropathie. Die ersten Daten mit dem Renin-Inhibitor scheinen sehr viel versprechend. M. Zeier aus Heidelberg gab ein Update zum Thema der Pankreas und /oder Nierentransplantation bei Diabetikern. Die Ergebnisse haben sich in den letzten Jahren durch neue immunsupressive Substanzen weiter gebessert.
Weitere Aktivitäten der Arbeitsgruppe bestanden in der Überarbeitung der Praxisleitlinien „Diabetische Nephropathie“, die zum Herbstkongress publiziert werden. C. Hasslacher gehört als Sprecher der AG einer Arbeitsgruppe im „Ärztlichen Zentrum für Qualitätssicherung“ der Ärzteschaft an, die nach insgesamt 17 Sitzungen die nationale Versorgungsleitlinie „Nierenerkrankung bei Diabetes im Erwachsenen Alter“ fertig gestellt hat. Der Entwurf steht jetzt zur Diskussion den verschiedenen Fachgremien vor.
Gez. Prof. Dr. med. C. Hasslacher
| Weiterempfehlen |



www.deutsche-diabetes-gesellschaft.de
