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Übersicht über die Aktivitäten der Arbeitsgemeinschaft Prävention des Diabetes mellitus Typ 2 der DDG (AGP2) 2006 / 2007

2006

Ziel der Arbeitsgemeinschaft Prävention ist die Entwicklung und Begleitung der Implementierung von Maßnahmen zur primären Prävention des Typ 2 Diabetes in Deutschland. Um diesem Ziel nahe zu kommen, wurde eine Kooperation mit der Projektgruppe Prävention des Nationalen Aktionsforums Diabetes mellitus (NAFDM) eingegangen. Das zeichnete sich durch eine gemeinsame Arbeitstagung der Projektgruppe Prävention des NAFDM mit der AG P2 der DDG im November 2005 in München aus. Bis zum heutigen Zeitpunkt arbeiten beide Gruppen eng zusammen. Durch diese Zusammenarbeit können Synergieeffekte aus der wissenschaftlichen Gesellschaft und den politischen Arbeitsgruppen sowie in Kooperation mit Kassen effektiv ausgenutzt werden. Beide Gruppen richten sich in ihrer Arbeit an verschiedenen Projekten aus, die einzeln jeweils Bausteine auf dem Weg zur erfolgreichen Implementierung von primären Präventionsmaßnahmen zur Diabetes-Prävention in Deutschland darstellen. Gemeinsame Projekte waren und sind:

  1. die Evaluation des Risiko-Fragebogens FINDRISK in der deutschen Bevölkerung
  2. die Erstellung eines Leitfadens zur Diabetes-Prävention für Deutschland
  3. Kooperationen mit verschiedenen politischen sowie Standes- Interessenvertretern im Gesundheitssektor in Deutschland
  4. Erarbeitung eines Curriculums für Präventionsmanager
  5. Erstellen von Informationsmaterialien für (Hoch-)Risikopersonen
  6. Erarbeiten einer Projektdatenbank zur Darstellung von Projekte im Diabetes-präventiven Sektor
  7. Kooperation mit der EU-Kommission beim Erstellen eines Projektantrages für das Projekt IMAGE und Kooperation mit den politischen und gesundheitspolitischen Bestrebungen der Arbeitsgruppe Gesundheitsziele Diabetes in Sachsen.

Zu 1. Evaluation des FINDRISK Risiko-Fragebogens:
Die Projektgruppe Prävention NAFDM hat mit den Kooperationspartnern der AG P2 sowie der Deutschen Diabetes-Stiftung (DDS) ein 3-schrittiges Konzept entwickelt, wie ein nationales Präventionsprogramm implementiert werden könnte. Dieses Konzept wurde von Gesundheitsziele.de aufgenommen und als Vorlage für ein nationales Präventionsprogramm zur Prävention des Typ 2 Diabetes ausgewählt. Das 3-schrittige Konzept besteht in einem ersten Schritt aus effektiven Maßnahmen zum Sreening, um Risikopersonen mit einem erhöhten Diabetes-Risiko zu finden, zweitens der zeitlich begrenzten Intervention mit dem Ziel eine Motivation für Lebensstil-Änderung aufzubauen und drittens kontinuierlichen Maßnahmen, um eine Motivation zur Lebensstil-Änderung zu erhalten und zu verstärken und eine Umsetzung der Lebensstil-Änderung effektiv zu begleiten.
Entscheidend dabei ist der erste Schritt, die Erkennung von Risiko-Personen. Die Projektgruppe Prävention stellte sich deswegen der Frage, den in Finnland entwickelten und erfolgreich evaluierten Risiko-Fragebogen auch für Deutschland zu evaluieren. Dazu wurde in Kooperation mit der Technischen Universität Dresden und der AG P2 dort ein Forschungsprojekt umgesetzt, welches von der DDS finanziell unterstützt wurde. Dieses Projekt war auf zwei Jahre angelegt und ist im August 2006 abgeschlossen worden. Ergebnisse dieses Projektes zeigen, dass der Risiko-Fragebogen FINDRSK excellent geeignet ist, um in der deutschen Bevölkerung nach Risiko-Personen für Typ 2 Diabetes zu suchen. Entscheidendes Argument für den Fragebogen ist, dass er ohne Laboruntersuchung auskommt und von daher bundesweit dezentral in unterschiedlichen Medien eingesetzt werden kann. Er eignet sich damit ideal für eine bundesweite Kampagne, um auf erhöhtes Diabetes-Risiko aufmerksam zu machen. Der Fragebogen besteht aus 8 Fragen. Die Antworten auf diese 8 Fragen ergeben Punkte. Die Punkte zusammen ergeben einen Score, wobei mit jedem steigenden Scorepunkt das prädiktive Diabetes-Risiko, in den nächsten 10 Jahren an einem Diabetes zu erkranken, steigt. Diese Korrelation mit dem Diabetes-Risiko ist in Deutschland gleichartig für Männer und Frauen nachzuweisen. Gleichzeitig korreliert der Score auch mit klinischen Surrogatparametern für ein erhöhtes Diabetes-Risiko nahezu ideal. Beispielsweise genannt seien hier die Insulinresistenz und der HbA1c sowie ebenfalls Blutdruck und auch Lipidwerte. Somit kann die Projektgruppe Prävention auf die erfolgreiche Durchführung und Begleitung dieses wichtigen Evaluationsprojektes zurückblicken. Damit ist ein entscheidender Baustein zur erfolgreichen Umsetzung und Implementation von Präventionsmaßnahmen in Deutschland sichergestellt.

Zu 2.: Entwicklung eines Leitfadens zu Diabetes-Prävention
In der wissenschaftlichen sowie politischen Diskussion um die Umsetzung von Präventionsmaßnahmen zur Diabetes-Prävention in Deutschland stellten sich auf Seiten der beteiligten Berufsgruppen immer wieder folgende Fragen:

Aus diesem Grund entschied sich die Projektgruppe Prävention des NAFDM für die Erstellung eines Leitfadens zur Diabetes-Prävention, der Antworten auf diese Fragen geben sollte. Um dieses Ziel umzusetzen, wurde gemeinsam mit der AG P2 im November 2005 eine Tagung durchgeführt, bei der eine Erstversion eines solchen Leitfadens diskutiert wurde. Diese Erstversion wurde von Beteiligten der Projektgruppe Prävention des NAFDM auf Grundlage der wissenschaftlichen Evidenz zur Diabetes-Prävention erstellt. Während der Arbeitstagung wurden der Leitfaden, seine Verbreitung und Entwicklungsmöglichkeiten intensiv diskutiert. Als Ergebnis der Tagung wurden etwa 70 Vorschläge zur Verbesserung des Leitfadens von den etwa 80 Beteiligten protokollarisch aufgenommen und in eine zweite Version des Leitfadens eingearbeitet. Diese wurde 8 Wochen nach der Arbeitstagung an alle Beteiligte und verschiedene Meinungsbildner im Diabetes-Sektor in Deutschland verschickt. Von diesen konnten nochmals etwa 30 Vorschläge zur Verbesserung des Leitfadens aufgenommen werden. Alle diese Vorschläge wurden in eine 3. und endgültige Version des Leitfadens eingearbeitet, die dann von den Beteiligten noch mal konsentuiert verabschiedet wurde. Im Mai 2006 war die Endversion mit dem Titel „Leitfaden Prävention Diabetes mellitus Typ 2“ fertig gestellt, und es wurden 10.000 Exemplare gedruckt. Diese wurden auf der Jahrestagung der Deutschen Diabetes-Geslleschaft (DDG) im Mai 2006 in Leipzig verteilt und mit einer sehr guten Resonanz aufgenommen. Im Anschluss daran wurde der Leitfaden in verschiedenen wissenschaftlichen Journalen sowie auch populärwissenschaftlichen Journalen vorgestellt, was zu einer schnellen bundesweiten Verbreitung führte. Wir sind im Moment in der Situation, dass – bis auf wenige Restexemplare – die komplette 1.Auflage dieses Leitfadens verteilt ist und wir eine 2. überarbeitete Auflage des Leitfadens vorbereiten. In diese 2. Version werden verschiedene Aspekte einer konstruktiven Resonanz auf den Leitfaden einfließen, um ihn praxistauglicher und stringenter zu machen.

Zu 3.: Kooperation mit anderen Berufsorganisationen
Ein weiterer wichtiger Aspekt der Projektgruppe Prävention ist der Ausbau von Kooperationen zu anderen Beteiligten am Prozess der Implementation von Präventionsmaßnahmen. Neben den Krankenkassen spielen die Apotheker dort eine entscheidende Rolle. Aus diesem Grund wurde frühzeitig mit dem Bundesvorstand der Apothekerkammern Kontakt aufgenommen. Diese haben sich in der Vergangenheit auch schon aktiv an der Arbeit der AG P2 beteiligt. Insbesondere wurde die Rolle des Apothekers während der Implementation von präventiven Maßnahmen diskutiert. Die Diskussion ging dabei frühzeitig in die Richtung, dass der Apotheker selbst voraussichtlich nicht Präventionsmanager werden sollte oder auch werden will, die Apotheke aber eine entscheidende Funktion im Screening auf Personen mit erhöhten Diabetes-Risiko hat. Diese Funktion ergibt sich durch die bestechende Infrastruktur von fast 22000 Apotheken in Deutschland und der Tatsache, dass viele auch gesunde Personen in die Apotheke gehen, bevor sie zum Arzt gehen. Die Diskussion mit der ABDA gestaltet sich auch ausgesprochen konstruktiv und endet in einem Entwurf einer gemeinsamen Positionserklärung, die im Rahmen der Fachlichen Steuerungseinheit des NAFDM und der ABDA derzeit diskutiert wird.

Zu 4.: Erarbeitung eines Curriculums für Präventionsmanager
Ein entscheidender Punkt bei der Implementation von präventiven Interventionsmaßnahmen in die Leistungsebene ist die Notwendigkeit, dass gut ausgebildete Interventionsmanager, bei uns Präventionsmanager genannt, zur Verfügung stehen. Deshalb erkannte die Projektgruppe Prävention sehr schnell, dass ein entsprechendes Curriculum die Voraussetzung für die erfolgreiche Ausbildung darstellt.
Im Juni 2006 wurde daher eine „AG Curriculum Präventionsmanager“ ins Leben gerufen, die sich in München am Flughafen zum ersten Mal traf. Mitglieder der Arbeitsgruppen sind die Berufsgesellschaften, die, basierend auf dem Leitfaden der Krankenkassen, die Personen vertreten, die Qualifikationen haben, Interventionsmaßnahmen wie Schulungen oder auch fortschreitende Interventionen durchzuführen. In dem ersten Arbeitstreffen wurden die verschiedenen Interessenslagen und verschiedenen Notwendigkeiten der Kompetenz des Präventionsmanagers diskutiert. In einem 2. Treffen im September in Dresden wurden konkrete Vorschläge erarbeitet, wie das Ausbildungscurriculum gestaltet werden könnte. Dabei wurden unterschiedliche Versionen vorgestellt und in einer konstruktiven intensiven Diskussion einigte man sich auf ein einheitliches Vorgehen. In einem 3. Treffen im November 2006 in Frankfurt konnte dieses Vorgehen spezifiziert werden, es wurden Ausbildungsinhalte, Stundenzahl und Lernziele festgelegt. Dieser Vorschlag, der im Moment mit konkreten Ausbildungsinhalten von den einzelnen Mitgliedern der AG unterlegt wird, wurde im Konsens angenommen. Am 19. Januar 2007 wird es dazu eine finale Diskussion der Inhalte geben im Rahmen einer kleinen Arbeitsgruppe und am 09. März 2007 soll das fertige Curriculum verabschiedet sein. Die Idee, die dahinter steckt, ist, dass Personen mit Qualifikation, die im Leitfaden der Krankenkassen genannt sind, sich weiterbilden können zu einem Präventionsmanager. Diese Ausbildung umfasst derzeit in der im Konsens erarbeitenden Version 4 Wochenenden, insgesamt etwa 100 Ausbildungsstunden incl. Supervision und das Erarbeiten einer Hausarbeit. Die Hausarbeit hat dabei das Ziel, dass der Einzelpräventionsmanager sein Setting vor Ort, in dem er die Risikopersonen finden und bei den Risikopersonen intervenieren will, beschreibt. Die Erarbeitung dieses Curriculums hat bundesweit aber auch EU-weit mittlerweile Beachtung erfunden, so dass im Rahmen des europäischen Projektes IMAGE ein ebenfalls europäisches Curriculum für den Präventionsmanager erarbeitet werden soll. Die Vorlage dafür ist das in Deutschland im Rahmen des nationalen Aktionsforums Diabetes mellitus entwickelte Konzept.

Zu 5.: Erstellen einer Broschüre für (Hoch-) Risikopersonen
Ein weiterer entscheidender Baustein in der Implementierung von Präventionsprogrammen ist die Information der beteiligten Personen. Aus diesem Grund erarbeitet die Projektgruppe Prävention auch an dem Erstellen einer Broschüre für (Hoch-) Risikopersonen zur Prävention des Diabetes mellitus. Hintergrund dazu war, dass, wenn in einem flächendeckenden bundesweiten Screening mittels des FINDRSK-Risiko-Fragebogens Personen mit einem erhöhten Risiko gefunden werden, nur einzelne von diesen sofort sich z.B. bei einem Präventionsmanager melden. Bei vielen Personen erhöht sich in erster Linie der Informationsbedarf über Diabetes-Risiko und welche Interventionsmaßnahmen existieren. Das war die Rationale, für die Projektgruppe Prävention eine Risikopersonenbroschüre zu stellen mit dem Ziel, dort Informationen über Diabetes-Risiko zu geben, Motivation zu einer Lebensstil-Änderung aufzubauen und Wege aufzuzeigen, wie eine Lebensstil-Änderung mit einem diabetespräventiven Charakter umgesetzt werden kann. Die Broschüre befindet sich derzeit in einem 3. Review, eine 1. Version wurde im Juli 2006 von Mitgliedern der Projektgruppe erarbeitet und wurde in einen ersten Review-Prozess gegeben. Aus diesem Prozess kamen kritische Anmerkungen zu Inhalten und Umfang der Broschüre zurück. Das wurde eingearbeitet in einen 2. Review-Prozess gegeben, an dem nochmals Verbesserungsvorschläge entstanden sind und eingearbeitet wurden. Die letzte Version dieser Risikopersonenbroschüre wird derzeit nochmals von Mitgliedern der Projektgruppe Prävention erarbeitet. Ziel ist es, dass die Broschüre Ende des Jahres bzw. Anfang 2007 in gedruckter Form vorliegt. Die Broschüre soll anschließend über Apotheken und im Gesundheitsprozess beteiligte Partner beurteilt werden. In erster Linie ist dabei daran gedacht, dass Personen, die ein erhöhtes Diabetes-Risiko haben, sich mit Hilfe dieser Broschüre informieren können, welche Möglichkeiten sie zur Intervention in ihrem privaten Bereich, aber auch unter Anleitung eines Präventionsmanagers haben.

Zu 6.: Projektdatenbank
Ein großes Problem im Bereich Diabetes-Prävention, Versorgung und Forschung ist, dass bereits viele lokale oder regionale Initiativen und Programme existieren, die jedoch über ihren direkten Wirkungskreis hinaus kaum bekannt sind. Daher hat sich das NAFDM – ganz im Sinne seiner Kernaufgabe, bestehende Angebote zu vernetzen – zum Ziel gesetzt, eine Bestandsaufnahme aller geplanten, bereits laufenden, aber auch schon abgeschlossenen Aktivitäten in diesen Bereichen vorzunehmen. Diese Bestandsaufnahme soll neben der Bekanntmachung von Angeboten für Interessierte und / oder Betroffene auch die Möglichkeit des Erfahrungsaustauschs für die Anbieter (Experten) untereinander bieten und potentielle günstige Synergieeffekte und Anknüpfungspunkte für den Aufbau von Netzwerken ermöglichen. Unter Federführung der Projektgruppe Prävention des NAFDM wurde daher in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Diabetes-Zentrum Düsseldorf (DDZ) eine Projektdatenbank entwickelt, in die über einen auf der Homepage des NAFDM online geschalteten Fragebogen Projekte eingespeist werden. Die dort eingegeben Projekte sollen in Zukunft auch auf einer Deutschlandkarte grafisch dargestellt werden und somit einen Überblick über Ballungsräume, aber auch „weiße Flecken“ auf der Landkarte vermitteln.

Zu 7.: EU-Projekt IMAGE
Die Mitglieder der Projektgruppe Prävention haben frühzeitig in ihrer Arbeit nach Kontakten zu Partnern auf europäischer Ebene gesucht. In dem Zusammenhang wurde auf Initiative der Projektgruppe Prävention des NAFDM im Mai 2006 in Kooperation mit 26 Partnern in Deutschland und anderen EU-Ländern ein Antrag bei der Public-Health-Behörde der europäischen Kommission gestellt. Ziel dieses Antrages war es, auf europäischer Ebene

Dieses Projekt wurde von der Public-Health-Behörde der Europäischen Kommission positiv beschieden und mit umfangreicher Förderung bedacht. Am 29. November 2006 sind die ersten Verhandlungen mit der EU-Kommission über den Vertragsabschluss, so dass voraussichtlich man davon ausgehen kann, dass im Januar/Februar 2007 dieses Projekt startet.

Kooperation mit der AG Gesundheitsziele in Sachsen
Genauso wie die Arbeitsgemeinschaft Partner auf europäischer Ebene bei Krankenkassen oder auch anderen Berufsgesellschaften gesucht hat, waren natürlich politische Kooperationspartner auf Landesebene entscheidend. Hierzu gibt es in Sachsen die AG Gesundheitsziele Diabetes, die ganz aktiv daran arbeitet, in Sachsen Präventionsprogramme zur Prävention des Typ 2 Diabetes zu implementieren. Ziel der AG Gesundheitsziele Diabetes in Sachsen ist im Auftrag von Staatsministerin, Frau Orosz, die erfolgreiche Umsetzung primärer Präventionsmaßnahmen zur Diabetes-Prävention in die Leistungsebene in Kooperation mit Krankenkassen. Diese Arbeitsgruppe wurde im Februar 2006 gegründet und von vornherein in Kooperation mit dem Nationalen Aktionsforum Diabetes mellitus gestaltet. Ergebnis der intensiven Arbeit in Sachsen ist es nunmehr, dass unter Zusage der AOK in Sachsen ab Februar 2007 das 3schrittige Konzept zur Diabetes-Prävention umgesetzt wird. Im Moment wird von der AOK Sachsen davon ausgegangen, dass im Jahr 2007 etwa 6000 bis 10000 Versicherte, basierend auf diesem Konzept, interveniert werden. Damit ist in Sachsen als erstem Bundesland sichergestellt, dass die Arbeit der Projektgruppe Prävention des Nationalen Aktionsforums Diabetes mellitus unter realen Bedingungen in die Leistungsebene, finanziert durch die Krankenkassen in Sachsen, umgesetzt wird. Das ist in erster Linie auch ein Erfolg der Projektgruppe, die über die letzten 2 Jahre intensiv auf die Realisierung dieser Programme hingearbeitet hat. Begleitend wird die Implementation dieser Konzepte in Sachsen evaluiert, so dass mit einem Zeithorizont von 1 bis 1,5 Jahren Ergebnisse vorliegen, wie erfolgreich die Umsetzung von Maßnahmen zur primären Prävention des Typ 2 Diabetes realisierbar ist.


2007

Die im Jahr 2006 begonnenen Projekte zur Implementierung des Nationalen Präventionsplans wurden im Jahr 2007 fortgeführt und sollen im Folgenden kurz unter entsprechenden Schlagworten dargestellt werden.

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Übertragung ärztlicher Tätigkeiten auf Berufsangehörige der Alten- und Krankenpflege

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Stellungnahme der AG Epidemiologie der Deutschen Diabetes-Gesellschaft zum IDF Diabetes Atlas: Wie häufig ist Typ 2-Diabetes in Deutschland?

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Verordnungspraxis von GLP1-Analoga nicht ändern. Deutsche Diabetes-Gesellschaft bezweifelt Aussagekraft veröffentlichter Daten

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Am 10.6.2011 hat das BfArM in einer Pressemeldung vom Gebrauch pioglitazonhaltiger Arzneimittel abgeraten. Grund hierfür ist laut BfArM eine neue Studie aus Frankreich, die eine Erhöhung des Risikos für Blasenkrebs durch Pioglitazon nahe legt.


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2. Update der Stellungnahme zur Publikation von Elashoff zur Sicherheit von GLP-1 basierten Therapien bei Patienten mit Typ 2 Diabetes (Stand: 17.5.2011)

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Statement der AGPD zur qualifizierten Betreuung von Kindern und Jugendlichen mit Insulinpumpentherapie

Aktuelle Situation in Deutschland

In der Pädiatrie gibt es umgangreiche Erfahrungen in der Betreuung von Patienten mit Pumpentherapie. Aktuell werden 30% aller Kinder und Jugendlichen, bei Kindern < 6 Jahren sogar mehr als 50% mit Insulinpumpen behandelt.


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Update der Stellungnahme zur Publikation von Elashoff zur Sicherheit von GLP-1 basierten Therapien bei Patienten mit Typ 2 Diabetes

Liebe Mitglieder der DDG,

Am 4.3.2011 hatten wir Sie über eine online- Publikation in der Zeitschrift "Gastroenterology" der Arbeitsgruppe von Peter Butler informiert (1), die ein erhöhtes Risiko für Pankreatitis, Pankreaskarzinom und andere Karzinome durch inkretinbasierte Therapien bei Patienten mit Typ 2 Diabetes berichtete. Die Deutsche Diabetes Gesellschaft und diabetesDE haben in der Zwischenzeit Informationen erhalten (2), die über die bereits in der ersten Stellungnahme genannten Bedenken hinsichtlich eines „reporting bias“ hinaus die Wertigkeit der publizierten Ergebnisse in Frage stellen. In einem Brief an den Editor wird das Journal aufgefordert, die Elashoff-Arbeit zurückzuziehen, da die Firma NovoNordisk aus dem FDA-Nebenwirkungsregister völlig andere Zahlen ermittelt hätte (Beispiel: Elashoff 17 Fälle von Pankreatitis in der Kontrollbehandlung vor 2007, Novo 79). Auch der FDA-genutzte Algorithmus EMPIRICA zur Erfassung von Signalen von seltenen Arzneimittel­nebenwirkungen hätte bei der Analyse der Daten keinen Warnhinweis ergeben.

Bis zur endgültigen Klärung dieser ungewöhnlichen Kontroverse ergibt sich unseres Erachtens daher zum gegenwärtigen Zeitpunkt keine Empfehlung zu einer Änderung des bisherigen Verordnungsverhaltens bezüglich der Dipeptidylpeptidase IV (DPP-4) -Inhibitoren Sitagliptin (Januvia®, Xelevia®), Saxagliptin (Onglyza®) oder Vildagliptin (Galvus®, Eucreas®)   oder der Glucagon-like Peptid 1 (GLP1) - Analoga (Exenatide (Byetta®) oder Liraglutide (Victoza®)).

Die DDG und diabetesDE sind in erster Linie an Patientensicherheit interessiert. Aus diesem Grund haben wir uns für eine rasche Stellungnahme entschieden, die wir nach Kenntnis der neuen Aspekte jetzt modifizieren. Sollte sich herausstellen, dass die von Elashoff et al. publizierten Zahlen korrekt sind, werden wir auf unsere ursprüngliche Empfehlung zurückkommen. Wir werden Sie über die weiteren Entwicklungen auf dem Laufenden halten.

Für eventuelle Rückfragen stehen wir Ihnen gerne unter danne@hka.de zur Verfügung.
 
Für den Vorstand und den Pharmakotherapie-Ausschuss der Deutschen Diabetes -Gesellschaft  und diabetesDE
Ihr

Prof. Thomas Danne
Präsident der DDG
Vorstandsvorsitzender diabetesDE


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Neues Stipendium: MSD Diabetes mellitus Stipendium 2011 zu Diabetologie & Stoffwechsel - unterstützt von: MSD, Haar

Die Deutsche Gesellschaft für Endokrinologie (DGE) verleiht ein Stipendium zum Thema Diabetologie und Stoffwechsel erstmalig im Rahmen der Jahrestagung in Hamburg (30.03 – 02.04.2011). Dieses Forschungsstipendium, dotiert mit 12.000 EUR, soll jungen Wissenschaftlern einen mehrwöchigen Aufenthalt an einem anderen Institut oder Klinik im In- oder Ausland ermöglichen, um neue wissenschaftliche Verfahrensweisen und/oder Methodiken zu erlernen und diese dann im Heimatinstitut bzw. –klinik zu implementieren sowie weiter zu vertiefen.

Bewerbungen bitte bis zum 10. März 2011 bei der Geschäftsstelle der DGE (Martin Then, Mozartstr. 23, 93128 Regenstauf, Email: Then@endoscience.de) einreichen.

Die Ausschreibung ist  auf der Homepage der DGE einzusehen:


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Gestationsdiabetes: Evidenzbasierte Leitlinie zu Diagnostik, Therapie u. Nachsorge der Deutschen Diabetes-Gesellschaft (DDG) und der Deutschen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe (DGGG)

Liebe Mitglieder von DDG und diabetes/DE,

Experten der DDG und der DGGG stellen auf unserer Homepage den Entwurf zur evidenzbasierten Leitlinie Gestationsdiabetes vor. Dieser Entwurf steht Ihnen für 8 Wochen (Fristablauf: 27.03.2011!) zur Diskussion offen. Sie werden gebeten, evtl. Kommentare direkt und parallel an Herrn Dr. Kleinwechter und Frau PD Dr. Schäfer-Graf an folgende Email-Adressen zu schicken:

ute.schaefer-graf@sjk.de

arzt@diabetologikum-kiel.de


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Stellungnahme der Deutschen Diabetes Gesellschaft zum Verordnungsausschluß von Pioglitazon zu Lasten der GKV

Stellungnahme der Deutschen Diabetes Gesellschaft zum Verordnungsausschluß von Pioglitazon zu Lasten der GKV: 
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Gemeinsame Stellungnahme von diabetesDE, der Deutschen Diabetes-Gesellschaft (DDG), des Verbands der Diabetesberatungs- und Schulungsberufe in Deutschland e.V. (VDBD), der Deutschen Diabetes-Stiftung (DDS) und des Bundesverband Niedergelassener Diabetologen (BVND) zur Änderung der Arzneimittelrichtlinie und der Anlage III "Harn- und Blutzuckerteststreifen bei Patienten mit Diabetes mellitus Typ 2" vom 19.4.2010 (wissenschaftliche Langfassung mit Literatur) bzw. (Kurzfassung der wesentlichen Inhalte)
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Die am 18.3.10 veröffentlichte Beschlussvorlage des Gemeinsamen Bundesausschusses (GBA) zu langwirksamen Insulinanaloga mit dem daraus folgenden Ausschluss der Erstattungsfähigkeit ist auch wegen seiner Sonderregelungen in der gegenwärtigen Form falsch und gefährlich für die betroffenen Patienten.
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Briefwechsel mit IQWiG zur Ausladung von Prof. Fritsche

Schreiben des DDG-Präsidenten an Herrn Baum, den Sprecher des Vorstands des IQWiG, nach der nachträglichen Ausladung des DDG-Vertreters bei der Anhöring zu langwirksamen Analoga und Antwort von Herrn Baum. Außerdem finden Sie hier auch die Antwort des Präsidenten auf das Schreiben von Herrn Baum.
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Stellungnahme von diabetesDE und der Deutschen Diabetes Gesellschaft

vom 5.6.2009 zur Beschlussvorlage des Gemeinsamen Bundesausschusses (GBA) zur Erstattungsfähigkeit langwirksamer Insulinanaloga in der Behandlung des Diabetes mellitus Typ 2

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DDG Verhaltenskodex

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GBA-Beschluss zu den kurzwirksamen Analoga vom 21.02.2008

Hier finden Sie eine Stellungnahme der DDG zu dem Beschluss des GBA vom 21.02.2008 zu den kurzwirksamen Analoga sowie Antworten zu in diesem Zusammenhang häufig gestellten Fragen.
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Abschlußbericht Kurzwirksame Insulinanaloga zur Behandlung des Diabetes mellitus Typ 1 vom 6.6.2007 und zum Beschluss des Gemeinsamen Bundesausschusses über die Einleitung eines Stellungnahmeverfahrens zur Änderung der Arzneimittel-Richtlinie in Anlage 10: Kurzwirksame Insulinanaloga zur Behandlung des Diabetes mellitus Typ 1


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Stellungnahmen des Ausschusses Pharmakotherapie der DDG zu den Berichtsplänen des IQWiG zum Thema Langwirksame Analoga (Typ 1 und Typ 2)


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Rosiglitazon und Risiko für Myokardinfarkt und kardiovaskulären Tod
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Stellungnahme der DDG zum Berichtsplan A05/05-A des IQWIG

Am 10.03.07 wurde das Amendment 3 zum Berichtsplan „Glitazone zur Behandlung des Diabetes mellitus Typ 2“ vom IQWIG aufgrund der Erweiterung der Zulassung der Glitazone veröffentlicht und zu Stellungnahmen zum Berichtsplan (inkl. Amendments) aufgefordert. Die DDG, vertreten durch den Präsidenten und den Vorsitzenden des Pharmakotherapieausschusses nimmt wie folgt Stellung:


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Stellungnahme der DDG zum Thema "Inhalatives Insulin"

Stellungnahme der DDG anlässlich der Zulassung von EXUBERA®
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