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Tätigkeitsbericht der AG Diabetischer Fuß für das Jahr 2006

Die Arbeitsgemeinschaft hat inzwischen über 700 Mitglieder, neben Diabetologen und Chirurgen sind dies viele Orthopädieschuhmacher, Diabetesberater sowie Podologen/innen. Diese multidisziplinäre Zusammensetzung der Arbeitsgemeinschaft spiegelt die Aufgaben der Arbeitsgemeinschaft wider. Aktuelle Themen und Aktivitäten der Arbeitsgemeinschaft können auf der AG -eigenen Homepage (www.ag-Fuss-ddg.de) eingesehen werden.

Die letzte Jahrestagung der AG Diabetischer Fuß fand im März 2006 in Hannover statt. Die nächste Jahrestagung wird am 2. und 3. März 2007 in Dortmund stattfinden. An den Jahrestagungen nahmen jeweils mehr als 200 Mitglieder teil.
Die AG hat im Rahmen der Jahrestagung der DDG in Leipzig im Mai 2006 ein Vorsymposium organisiert, um die Mitglieder der DDG über neue Entwicklungen im Bereich des Diabetischen Fußsyndroms zu unterrichten.
Die Kontakte zu anderen Fachgesellschaften, welche sich mit Wundheilung beziehungsweise dem diabetischen Fußsyndrom beschäftigen, wurden intensiviert, insbesondere mit der Deutschen Gesellschaft für Wundheilung (DGFW) und der Deutschen Gesellschaft für Gefäßchirurgie. Von Seiten der DGFW wurden Konsensuskonferenzen zu einem Zertifizierungsverfahren für die Qualifizierung „Wundtherapeut/WT cert“ abgehalten, bei dem die AG Fuß auch beteiligt wurde.

Unter der Schirmherrschaft der Arbeitsgemeinschaft Diabetischer Fuß der DDG und der Diabetic Foot Study Group der EASD findet seit 2003 ein dreitägiger internationaler Postgraduate Course über das Diabetische Fußsyndrom statt, organisiert von Prof. Spraul und Dr. Reike. Die diesjährige Fortbildung in Werl im Januar 2006 und die kommende Veranstaltung im Januar 2007 in Rheine beschäftigen sich wieder mit aktuellen Entwicklungen bei der Behandlung des diabetischen Fußes. Mehr als 150 Ärzte nehmen jedes Jahr daran teil. Die Veranstaltung sind regelmäßig kurz nach Ankündigung ausgebucht, obwohl nur die Mitglieder der AG Diabetischer Fuß über die Veranstaltung informiert werden. Aufgrund der sehr positiven Resonanz wird diese Veranstaltung weiter jährlich im Wechsel in Werl und Rheine stattfinden.
In Bernkastel-Kues wurde inzwischen ein zweitägiger Postgraduate Course für Assistenzberufe zum diabetischen Fuß ins Leben gerufen, der ebenfalls auf breiten Zuspruch traf. Die aktuellen Programme beider Veranstaltungen finden sich auf der Home-Page der AG.
Die Arbeitsgemeinschaft richtete in 2006 in Zusammenarbeit mit der AG Psychologie außerdem eine gemeinsame Veranstaltung aus und beteiligt sich aktiv der Herbsttagung der DDG in Berlin.

Im Mai 2006 konnte die Neufassung der Praxisleitlinie zum Diabetischen Fuß, erarbeitet von 5 Mitgliedern der AG, publiziert werden. Die Evidenzbasierte Leitlinie Diabetischer Fuß der DDG wird derzeit überarbeitet. Sie hat inzwischen als einig der wenigen offiziellen Referenzen in den „Global Guidelines for Type 2 Diabetes“ der IDF ihre internationale Geltung gewonnen. Grundlage der zwischenzeitlich ebenfalls publizierten Nationalen Versorgungsleitlinie Diabetischer Fuß war die Evidenzbasierte Leitlinien der DDG. Herzlichen Dank an Dr. Morbach für die Koordination dieser Arbeitsgruppen.

In verschiedenen anderen Arbeitsgruppen bearbeiteten Mitglieder der Arbeitsgemeinschaft folgende Themen, deren Ergebnisse dann im Rahmen der Jahrestagung vorgestellt und diskutiert wurden:

1: Arbeitsgruppe Qualitätsstandards
Ein wesentlicher Schwerpunkt der Tätigkeit der AG und regelmäßiger Tagesordnungspunkt der Mitgliederversammlungen der AG-Fuß in den letzen Jahren war die Umsetzung und Weiterentwicklung der „Qualitätsstandards für ambulante und stationäre Fußbehandlungseinrichtungen“ (siehe Homepage). Die Qualitätsstandards beinhalten neben konkreten Vorgaben zur Struktur (Personal, Ausstattung etc.) auch Vorgaben zu Behandlungsprozessen und strukturierte Vorgaben zur Erfassung von klar definierten Markern von Ergebnisqualität. Dazu kommen Module eines komplexen Qualitätsmanagements, die als Anforderung an „geeignete“ (um die Formulierung des Gesetzgebers zu übernehmen) Fußbehandlungseinrichtungen gestellt werden müssen. In Zusammenarbeit mit dem Vorstand der DDG wurden in 2006 die Regelungen überarbeitet, um insbesondere den formalen Ablauf der Zertifizierung, unter Einbindung der Geschäftsstelle der DDG in Bochum, noch effizienter zu gestalten. Hierbei ist jetzt eine Antragstellung zweimal pro Jahr möglich. Herzlichen Dank an den Vorstand der DDG für die konstruktive Zusammenarbeit.
Wir haben damit als Arbeitsgemeinschaft unserer Fachgesellschaft den Vorgaben des Gesetzgebers genüge getan, indem wir inhaltliche Vorgaben zu den formalen Bedingungen definierten. In diesem Zusammenhang ist seitens der DDG in Ergänzung zu den „Qualitätsstandards zur Anerkennung einer Behandlungseinrichtung für Typ 1 und Typ 2 Diabetiker“ ein spezieller Qualitätsstandard zur Anerkennung als Fußbehandlungseinrichtung für Patienten mit Diabetischem Fußsyndrom definiert worden, der auch den Fußbehandlungseinrichtungen gerecht wird, die eine komplexe Anerkennung für die Behandlung „aller Diabetiker“ weder anstreben noch anstreben können.
Diese Zertifizierung wurde inzwischen von einigen Krankenkassen und Kassenärztlichen Vereinigungen als Qualitätsmerkmal akzeptiert. Dies hat dazu geführt, dass diese Zertifizierung bereits vielerorts die Grundlage bildet für spezielle Vergütungsformen für die Behandlung des diabetischen Fußsyndroms im Rahmen des DMP und von Verträgen zur Integrierten Versorgung. Derzeit sind weit über 150 ambulante und stationäre Einrichtungen bundesweit als „Fußbehandlungseinrichtung DDG“ zertifiziert

2. Arbeitsgruppe Podologe/Fußpfleger DDG
Das Podologengesetz ist am 01.01.2002 in Kraft getreten. Die Ausbildung zum Podologen ( =medizinischer Fußpfleger ) ist seither bundeseinheitlich geregelt und besteht aus einer insgesamt 2-jährigen ganztägigen Ausbildung, die mit einem staatlichen Abschluss endet. Darüber hinaus bestehen Übergangsregelungen zum Ablegen der staatlichen Prüfung.
Seither bieten viele Schulen in Deutschland Kurse im Rahmen der Übergangsregelungen an, das Interesse an der 2-jährigen Berufsausbildung ist hingegen weiterhin sehr gering. Es liegt im Aufgabenbereich der einzelnen Schulen wie viele Stunden und welche Inhalte zum diabetischen Fuß unterrichtet werden. Bis zur geforderten Zertifizierung der Podologenschulen durch die AG Fuß der DDG soll die Schulung zum „Podologen DDG“ daher weiterhin angeboten werden und eine Zusatzqualifikation im Sinne einer spezialisierten Fortbildung darstellen. Da die Mehrzahl der Podologen ihre Qualifikation aufgrund der Übergangsbestimmungen erhalten hat, bestehen unserer Ansicht nach weiterhin erhebliche Qualitätsunterschiede im Ausbildungsstand der Podologen. Die Ausbildungsinhalte und eine Qualitätssicherung für diese Zusatzweiterbildung werden derzeit überarbeitet.

3. Arbeitsgruppe Fuß- und Wunddokumentation
Diese Arbeitsgruppe hat bei der AG-Jahrestagung 2003 einen einheitlichen „Fuß-Dokumentationsbogen der AG-Fuß“ vorgestellt, der von der Mitgliederversammlung verabschiedet und den Mitgliedern zur Nutzung vorgeschlagen wurde. Ausgehend von dieser Arbeit bildete sich in 2004 ein Arbeitskreis „Elektronische Wunddokumentation“ der die derzeitig vorliegenden Softwareprogramme verschiedener Firmen zur Wunddokumentation prüfte. In 2006 wurde auf dieser Basis ein einheitlicher Standard in der Dokumentation formuliert. Darüberhinaus hat die Arbeitsgruppe eine Aufstellung von Pflichtitems im Sinne eines Pflichtenhefts aufgestellt, dass Softwareprogramme zur Wunddokumentation erfüllen müssen um die Dokumentationsstandards der AG Fuß zu erfüllen.

4. Arbeitsgruppe Qualitätssicherung der orthopädieschuhtechnischen Versorgung des diabetischen Fußes.
Zusammen mit dem Bundesinnungsverband der Orthopädieschuhtechnik (BIV) wurde von einer Arbeitsgruppe der AG bis 2000 ein Qualitätsmanagementkonzept für die orthopädieschuhtechnische Versorgung des diabetischen Fußes erarbeitet und offiziell verabschiedet, das jedoch vom BIV in den folgenden Jahren nicht umgesetzt wurde. Hintergrund waren auch berufspolitische Gründe. Ende 2003 hat der BIV dann ein verändertes QM-Konzept vorgestellt, das in Zusammenarbeit mit dem DGOOC, einem Verband der Orthopädieärzte, erarbeitet wurde und im wesentlichen auf dem vorherigen beruhte. Dieses Konzept war vom BIV nicht mit der AG Diabetischer Fuß abgesprochen und es fanden sich in diesem Konzept auch einige wesentliche fachliche Änderungen. Es wurde auf Betreiben der AG Fuß daraufhin eine gemeinsame Arbeitsgruppe der AG Fuß, des BIV und Vertretern der Orthopädieärzte (DGOOC) eingerichtet, um die Konzepte zu vereinheitlichen und zu überarbeiten. Diese Ergebnisse sind inzwischen einvernehmlich von allen Beteiligten verabschiedet worden.

5. Arbeitsgruppe Regionale Netzwerke Diabetischer Fuß
Diese Arbeitsgruppe unterstützt die Bildung von regionalen Netzwerken, auch in Hinsicht auf die Vereinbarung von Verträgen für die Integrierte Versorgung des diabetischen Fußsyndroms. Hierzu werden verschieden Fortbildungen und Arbeitstreffen angeboten.

Die Vorstands-Neuwahl für die Amtsperiode 2006-2008 bestätigte folgende Vorstandsmitglieder in ihren Ämtern: Prof. Dr. M. Spraul, Rheine, 1. Sprecher; Dr. E. Müller, Bernkastel-Kues, 2. Sprecher; Dr. W.R. Klare, Radolfzell, Kassenwart; Dr. B. Mertes, Frankfurt, Schriftführer. Neu gewählt wurde Frau Dr. S. Brunk-Loch als 2. Sprecherin.
Zur Vertiefung der Vorstandsarbeit und Einbeziehung der nicht-ärztlichen Berufsgruppen in der AG wurde ein Beirat gewählt, der sich insbesondere um die Belange der nichtärztlichen Berufsgruppen des multidisziplinären Fuß-Teams kümmern soll.

Die nächste Jahrestagung findet vom 2. bis 3. März 2007 in Dortmund statt. Das Programm und die Anmeldung sind auf der Homepage der AG verfügbar.

Prof. Maximilian Spraul
1. Vorsitzender

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Aktuelle Themen

Übertragung ärztlicher Tätigkeiten auf Berufsangehörige der Alten- und Krankenpflege

Die Deutsche Diabetes Gesellschaft (DDG) begrüßt jede arztentlastende Regelung im Sinne einer qualifizierten Delegation und die Förderung der interprofessionellen Zusammenarbeit. Eine Übertragung und Substitution von ärztlichen Tätigkeiten wird jedoch im Interesse der Patienten abgelehnt. Patientinnen und Patienten haben das Recht auf eine Behandlung nach Facharztstandard. Dieses Recht wird gefährdet, wenn nichtärztlichen Berufsgruppen Tätigkeiten en bloc in eigene Verantwortung und zur selbstständigen Ausübung übertragen werden.
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Stellungnahme zur Verordnungsfähigkeit von Urin- und Blutzuckerteststreifen für nicht insulinpflichtige Typ-2-Diabetiker ab dem 1.10.2011

Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) hat am 17.03. 2011 beschlossen, die Verordnungsfähigkeit von Urin- und Blutzuckerteststreifen für nicht-insulinpflichtige Typ-2-Diabetiker einzuschränken. Der Beschluss wurde am 22.06.2011 im Bundesanzeiger veröffentlicht und wird zum 01.10.2011 rechtskräftig.

Zusammen mit einer Reihe anderer Verbände haben die Deutsche Diabetes-Gesellschaft (DDG), diabetesDE und der Deutsche Diabetiker Bund (DDB) diese Entscheidung massiv kritisiert. Zu begrüßen ist allerdings, dass laut G-BA der Beschluss  „eine weitreichende Ausnahmeregelung“  vorsieht, die in Abstimmung mit den im G-BA mitberatenden Patientenvertretern getroffen wurde. Die darin aufgeführten Kriterien haben allerdings zu zahlreichen Rückfragen geführt, wie die Verordnung in Zukunft zu handhaben ist. Aus diesem Anlass nehmen die DDG und diabetesDE zur Verordnungsfähigkeit von Urin- und Blutzuckerteststreifen für nicht-insulinpflichtige Typ-2-Diabetiker ab dem 01.10.2011 Stellung.


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Stellungnahme der AG Epidemiologie der Deutschen Diabetes-Gesellschaft zum IDF Diabetes Atlas: Wie häufig ist Typ 2-Diabetes in Deutschland?

Epidemiologische Daten zum Typ 2-Diabetes sind wichtig für die Abschätzung der individuellen und sozialen Belastung durch die Erkrankung und liefern Eckdaten für Planungen im Gesundheitswesen [1]. In ihrem aktuellen Atlas berichtet die International Diabetes Federation (IDF) eine alarmierend hohe Prävalenz von 12,0% an Diabetes (überwiegend Typ 2-Diabetes) erkrankten Personen in der Bevölkerung Deutschlands im Alter zwischen 20 und 79 Jahren [2]. Diese Schätzung liegt deutlich höher als jene aus Frankreich (9,4%), Großbritannien (4,9%), Italien (8,8%) oder Spanien (8,4%).
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Verordnungspraxis von GLP1-Analoga nicht ändern. Deutsche Diabetes-Gesellschaft bezweifelt Aussagekraft veröffentlichter Daten

Die Deutsche Diabetes-Gesellschaft (DDG) empfiehlt weiterhin, die Verordnungspraxis von sogenannten inkretin-basierten Wirkstoffen wie DDP4-Hemmern ( Sitagliptin, Vildagliptin, Saxagliptin) oder GLP1-Analoga (Exenatide, Liraglutide) beizubehalten. Die DDG nimmt damit Stellung zu der ungewöhnlichen Wiedervorlage einer Studie in der Zeitschrift „Gastroenterology“: Die Autoren weisen für die betroffene Patientengruppe ein erhöhtes Risiko aus, eine Entzündung oder Krebs der Bauchspeicheldrüse zu erleiden.


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Stellungnahme der Deutschen Diabetes-Gesellschaft zum Ratschlag des Bundesinstitutes für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM), vom Gebrauch pioglitazonhaltiger Arzneimittel abzusehen

Am 10.6.2011 hat das BfArM in einer Pressemeldung vom Gebrauch pioglitazonhaltiger Arzneimittel abgeraten. Grund hierfür ist laut BfArM eine neue Studie aus Frankreich, die eine Erhöhung des Risikos für Blasenkrebs durch Pioglitazon nahe legt.


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2. Update der Stellungnahme zur Publikation von Elashoff zur Sicherheit von GLP-1 basierten Therapien bei Patienten mit Typ 2 Diabetes (Stand: 17.5.2011)

Der Vorstand und der Pharmakotherapie-Ausschuss der Deutschen Diabetes -Gesellschaft und diabetesDE empfiehlt keine Änderung der Verschreibungs-Indikation.


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Statement der AGPD zur qualifizierten Betreuung von Kindern und Jugendlichen mit Insulinpumpentherapie

Aktuelle Situation in Deutschland

In der Pädiatrie gibt es umgangreiche Erfahrungen in der Betreuung von Patienten mit Pumpentherapie. Aktuell werden 30% aller Kinder und Jugendlichen, bei Kindern < 6 Jahren sogar mehr als 50% mit Insulinpumpen behandelt.


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Update der Stellungnahme zur Publikation von Elashoff zur Sicherheit von GLP-1 basierten Therapien bei Patienten mit Typ 2 Diabetes

Liebe Mitglieder der DDG,

Am 4.3.2011 hatten wir Sie über eine online- Publikation in der Zeitschrift "Gastroenterology" der Arbeitsgruppe von Peter Butler informiert (1), die ein erhöhtes Risiko für Pankreatitis, Pankreaskarzinom und andere Karzinome durch inkretinbasierte Therapien bei Patienten mit Typ 2 Diabetes berichtete. Die Deutsche Diabetes Gesellschaft und diabetesDE haben in der Zwischenzeit Informationen erhalten (2), die über die bereits in der ersten Stellungnahme genannten Bedenken hinsichtlich eines „reporting bias“ hinaus die Wertigkeit der publizierten Ergebnisse in Frage stellen. In einem Brief an den Editor wird das Journal aufgefordert, die Elashoff-Arbeit zurückzuziehen, da die Firma NovoNordisk aus dem FDA-Nebenwirkungsregister völlig andere Zahlen ermittelt hätte (Beispiel: Elashoff 17 Fälle von Pankreatitis in der Kontrollbehandlung vor 2007, Novo 79). Auch der FDA-genutzte Algorithmus EMPIRICA zur Erfassung von Signalen von seltenen Arzneimittel­nebenwirkungen hätte bei der Analyse der Daten keinen Warnhinweis ergeben.

Bis zur endgültigen Klärung dieser ungewöhnlichen Kontroverse ergibt sich unseres Erachtens daher zum gegenwärtigen Zeitpunkt keine Empfehlung zu einer Änderung des bisherigen Verordnungsverhaltens bezüglich der Dipeptidylpeptidase IV (DPP-4) -Inhibitoren Sitagliptin (Januvia®, Xelevia®), Saxagliptin (Onglyza®) oder Vildagliptin (Galvus®, Eucreas®)   oder der Glucagon-like Peptid 1 (GLP1) - Analoga (Exenatide (Byetta®) oder Liraglutide (Victoza®)).

Die DDG und diabetesDE sind in erster Linie an Patientensicherheit interessiert. Aus diesem Grund haben wir uns für eine rasche Stellungnahme entschieden, die wir nach Kenntnis der neuen Aspekte jetzt modifizieren. Sollte sich herausstellen, dass die von Elashoff et al. publizierten Zahlen korrekt sind, werden wir auf unsere ursprüngliche Empfehlung zurückkommen. Wir werden Sie über die weiteren Entwicklungen auf dem Laufenden halten.

Für eventuelle Rückfragen stehen wir Ihnen gerne unter danne@hka.de zur Verfügung.
 
Für den Vorstand und den Pharmakotherapie-Ausschuss der Deutschen Diabetes -Gesellschaft  und diabetesDE
Ihr

Prof. Thomas Danne
Präsident der DDG
Vorstandsvorsitzender diabetesDE


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Neues Stipendium: MSD Diabetes mellitus Stipendium 2011 zu Diabetologie & Stoffwechsel - unterstützt von: MSD, Haar

Die Deutsche Gesellschaft für Endokrinologie (DGE) verleiht ein Stipendium zum Thema Diabetologie und Stoffwechsel erstmalig im Rahmen der Jahrestagung in Hamburg (30.03 – 02.04.2011). Dieses Forschungsstipendium, dotiert mit 12.000 EUR, soll jungen Wissenschaftlern einen mehrwöchigen Aufenthalt an einem anderen Institut oder Klinik im In- oder Ausland ermöglichen, um neue wissenschaftliche Verfahrensweisen und/oder Methodiken zu erlernen und diese dann im Heimatinstitut bzw. –klinik zu implementieren sowie weiter zu vertiefen.

Bewerbungen bitte bis zum 10. März 2011 bei der Geschäftsstelle der DGE (Martin Then, Mozartstr. 23, 93128 Regenstauf, Email: Then@endoscience.de) einreichen.

Die Ausschreibung ist  auf der Homepage der DGE einzusehen:


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Gestationsdiabetes: Evidenzbasierte Leitlinie zu Diagnostik, Therapie u. Nachsorge der Deutschen Diabetes-Gesellschaft (DDG) und der Deutschen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe (DGGG)

Liebe Mitglieder von DDG und diabetes/DE,

Experten der DDG und der DGGG stellen auf unserer Homepage den Entwurf zur evidenzbasierten Leitlinie Gestationsdiabetes vor. Dieser Entwurf steht Ihnen für 8 Wochen (Fristablauf: 27.03.2011!) zur Diskussion offen. Sie werden gebeten, evtl. Kommentare direkt und parallel an Herrn Dr. Kleinwechter und Frau PD Dr. Schäfer-Graf an folgende Email-Adressen zu schicken:

ute.schaefer-graf@sjk.de

arzt@diabetologikum-kiel.de


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Stellungnahme der Deutschen Diabetes Gesellschaft zum Verordnungsausschluß von Pioglitazon zu Lasten der GKV

Stellungnahme der Deutschen Diabetes Gesellschaft zum Verordnungsausschluß von Pioglitazon zu Lasten der GKV: 
Nachdem zunächst das Bundesministerium für Gesundheit weitere Erklärungen vom GBA verlangt hatte, ist nach einer Stellungnahme des GBA dieser Verordnungsausschluß vom BMG nicht mehr beanstandet worden und tritt somit am 01.04.2011 in Kraft.
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Stellungnahme Blutzuckerteststreifen bei Patienten mit Diabetes mellitus Typ 2

Gemeinsame Stellungnahme von diabetesDE, der Deutschen Diabetes-Gesellschaft (DDG), des Verbands der Diabetesberatungs- und Schulungsberufe in Deutschland e.V. (VDBD), der Deutschen Diabetes-Stiftung (DDS) und des Bundesverband Niedergelassener Diabetologen (BVND) zur Änderung der Arzneimittelrichtlinie und der Anlage III "Harn- und Blutzuckerteststreifen bei Patienten mit Diabetes mellitus Typ 2" vom 19.4.2010 (wissenschaftliche Langfassung mit Literatur) bzw. (Kurzfassung der wesentlichen Inhalte)
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Stellungnahme G-BA Verfahren kurzwirksame Analoga

DiabetesDE fordert Kinder und Jugendliche und Patienten mit einer Insulinpumpentherapie von dem Erstattungsausschluss kurzwirksamer Analoga auszuschließen und unterstützt die Demonstration zum Bundesgesundheitsministerium am 19.5.2010 um 15.00 Uhr ausgehend von der diabetesDE-Geschäftsstelle in Berlin.
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Stellungnahme von diabetesDE und der Deutschen Diabetes Gesellschaft an das Bundesministerium für Gesundheit

Die am 18.3.10 veröffentlichte Beschlussvorlage des Gemeinsamen Bundesausschusses (GBA) zu langwirksamen Insulinanaloga mit dem daraus folgenden Ausschluss der Erstattungsfähigkeit ist auch wegen seiner Sonderregelungen in der gegenwärtigen Form falsch und gefährlich für die betroffenen Patienten.
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Briefwechsel mit IQWiG zur Ausladung von Prof. Fritsche

Schreiben des DDG-Präsidenten an Herrn Baum, den Sprecher des Vorstands des IQWiG, nach der nachträglichen Ausladung des DDG-Vertreters bei der Anhöring zu langwirksamen Analoga und Antwort von Herrn Baum. Außerdem finden Sie hier auch die Antwort des Präsidenten auf das Schreiben von Herrn Baum.
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Stellungnahme von diabetesDE und der Deutschen Diabetes Gesellschaft

vom 5.6.2009 zur Beschlussvorlage des Gemeinsamen Bundesausschusses (GBA) zur Erstattungsfähigkeit langwirksamer Insulinanaloga in der Behandlung des Diabetes mellitus Typ 2

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DDG Verhaltenskodex

Der Vorstand der DDG hat in Zusammenarbeit mit dem Ausschuss "Conflict of Interest" einen neuen Verhaltenskodex in strenger Anlehnung an nationale und internationale Erfordernisse verabschiedet. Dieser stellt sichter,dass angesichts der vielfältigen Zusammenarbeit mit verschiedenen Bereichen der pharmazeutischen und medizintechnischen Industrie und anderer berufsrelevanter Unternehmen („Industrie“) keine Interessenkonflikte vorliegen, die den Inhalt und die Akzeptanz der im Namen der DDG vorgenommenen Tätigkeiten und Stellungnahmen zweifelhaft erscheinen lassen. Die Umsetzung des neuen Verhaltenskodex bedarf einer Satzungsänderung, die der Mitgliederversammlung anläßlich der Jahrestagung der DDG im Mai 2009 zur Abstimmung vorgelegt wird.
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Stellungnahme vom 14. 04.08 der DDG zum Vorbericht des IQWG „Langwirksame Insulinanaloga zur Behandlung des Diabetes mellitus Typ 2“


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GBA-Beschluss zu den kurzwirksamen Analoga vom 21.02.2008

Hier finden Sie eine Stellungnahme der DDG zu dem Beschluss des GBA vom 21.02.2008 zu den kurzwirksamen Analoga sowie Antworten zu in diesem Zusammenhang häufig gestellten Fragen.
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Abschlußbericht Kurzwirksame Insulinanaloga zur Behandlung des Diabetes mellitus Typ 1 vom 6.6.2007 und zum Beschluss des Gemeinsamen Bundesausschusses über die Einleitung eines Stellungnahmeverfahrens zur Änderung der Arzneimittel-Richtlinie in Anlage 10: Kurzwirksame Insulinanaloga zur Behandlung des Diabetes mellitus Typ 1


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Stellungnahmen des Ausschusses Pharmakotherapie der DDG zu den Berichtsplänen des IQWiG zum Thema Langwirksame Analoga (Typ 1 und Typ 2)


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Stellungnahme des Pharmakotherapieausschusses der DDG

Rosiglitazon und Risiko für Myokardinfarkt und kardiovaskulären Tod
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Stellungnahme der DDG zum Berichtsplan A05/05-A des IQWIG

Am 10.03.07 wurde das Amendment 3 zum Berichtsplan „Glitazone zur Behandlung des Diabetes mellitus Typ 2“ vom IQWIG aufgrund der Erweiterung der Zulassung der Glitazone veröffentlicht und zu Stellungnahmen zum Berichtsplan (inkl. Amendments) aufgefordert. Die DDG, vertreten durch den Präsidenten und den Vorsitzenden des Pharmakotherapieausschusses nimmt wie folgt Stellung:


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Stellungnahme der DDG zum Thema "Inhalatives Insulin"

Stellungnahme der DDG anlässlich der Zulassung von EXUBERA®
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