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Tätigkeitsbericht der AG Diabetes und Schwangerschaft für das Jahr 2008

(z.Zt.148 Mitglieder)

Board:

Innere Medizin/Diabetologie:
Dr.med.Helmut Kleinwechter, Kiel (Sprecher) E-mail: arzt@diabetologikum-kiel.de
Dr.med. Marianne Sorger, Bonn

Gynäkologie/Geburtshilfe:
Priv.-Doz. Dr. med. Ute Schäfer-Graf, Berlin (Sprecherin) E-mail: ute.schaefer-graf@sjk.de  
Prof.Dr.med. Franz Kainer, München

Pädiatrie/Neoanatologie:
Dr.med.Barbara Linse, Leipzig
Dr.med.Karl Schunck, Berlin

Arbeit der vergangenen 12 Monate:

Im Deutschen Gesundheitsbericht Diabetes 2009 der DDU und des NAFDM wurde das Kapitel „Diabetes und Schwangerschaft“ durch die Sprecher überarbeitet. Die Arbeiten zu den Leitlinienversionen zum präkonzeptionellen Diabetes wurden abgeschlossen und gemeinsam mit der Deutschen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe herausgegeben. Die Sprecher haben wieder aktiv das Jahresprogramm in München mitgestaltet und gemeinsam mit der Kongressorganisation umgesetzt und den Jahresbericht an den DDG-Vorstand verfasst.

Die Sprecheraufgaben betrafen auch im vergangenen Jahr die Beantwortung von Anfragen per E-mail direkt, über die DDG-Geschäftsstelle in Bochum sowie die Bekanntgabe von Internet-Links zur Informationsbeschaffung an interessierte Kollegen und Patienten. Die Sprecher haben in ihren Funktionen Einladungen zu Vorträgen und Workshops angenommen. Sie waren aktiv auf Qualitätszirkeln, Fortbildungen, und Kongressen. Das Thema Schwangerschaft wurde erneut auf dem „diabetesupdate 2008“ in Düsseldorf vertreten Auch wurden die Sprecher eingeladen, angefragte Artikel oder Stellungnahmen/Kommentare für wissenschaftliche Zeitschriften zu schreiben. Besonders große Resonanz hat der Refresher „Diabetes und Schwangerschaft“ in der Oktoberausgabe 2008 von „Diabetologie und Stoffwechsel“ gefunden.

Satzungsgemäß standen an zur Neu- bzw. Wiederwahl Helmut Kleinwechter, Karl Schunck und Ute Schäfer-Graf, die alle ohne Gegenstimmen gewählt wurden. Herr Schunck als Kassenwart hat auch im Jahr 2007/2008 sehr übersichtlich und engagiert unser Konto verwaltet, wofür wir ihm ganz besonders danken. Am 20.4.2008 betrug der Kontostand der AG +6.755,86 Euro.

Gestationsdiabetes: Eine „never ending story“. Aber hier ist ein Ende in Sicht- egal wie die Entscheidung ausfallen wird. Das vorgesehene Publikationsdatum des Vorberichtes des IQWIG im Juni 2008, das ja mit einem Gutachten über die Datenlage nach ACHOIS und HAPO beauftragt wurde, konnte aus internen Gründen nicht eingehalten werden. In den ersten Wochen des neuen Jahres 2009 erschien der Vorbericht, der fristgerecht (4 (!) Wochen) durch eine gemeinsame Stellungnahme von DGGG und DDG kommentiert wurde. Die Stellungnahmen werden im endgültigen Bericht berücksichtigt.

HAPO: Ute Schäfer-Graf wurde in den internen Kreis der internationalen Expertengruppe zur Konsensusfindung der neuen Grenzwerte berufen. Es geht vorwärts, es sind viele von der Gruppe gewünschte zusätzliche Informationen vom Statistiker des HAPO-Steering Committees geliefert worden und es läuft eine rege E-mail-Diskussion. Die Grenzwerte werden sich wohl an den Daten für Makrosomie und C-Peptid > 90. Perzentile orientieren. Da es wegen der linearen Korrelation zwischen den Blutzuckerwerten und den Ergebnisparametern schwierig ist, aus der Prävalenz von Makrosomie und C-Peptid > 90. Perzentile Grenzwerte zu definieren, wird es wohl darauf hinauslaufen, dass man sich die Risikoerhöhung zu Grunde legt, also ein BZ-Wert, der mit einer Odds Ratio von 1.75 oder 2.0 assoziiert ist. Bei 1.75 liegen wir in etwa bei den jetzigen oGTT–Grenzwerten. Das Problem ist eine Abwägung zwischen klinischen (gute Testqualität) und epidemiologische-ökonomischen (wie hoch würde die Prävalenz von GDM) Aspekten zu treffen. Im März 2009 wurde auf einer Konferenz in Italien eine abschließenden Entscheidung getroffen , die z.Z. als Empfehlung des Consensus Panels von allen internationalen Diabetes-Fachgesellschaften einschließlich WHO diskutiert wird. Mit der Veröffentlichung ist Ende des Jahres zu rechnen.

Dokumentation: Heinke Adamczewski (Diabetesschwerpunktpraxis Köln) präsentierte ihr Projekt zur Dokumentation von Schwangerschaften mit Diabetes. Niedergelassene Diabetologen werden gebeten, einen Erhebungsbogen mit praxisrelevanten Daten auszufüllen, nach zentraler Auswertung sollen auf Grundlage der Daten Vorschläge zur Verbesserung der Versorgungsqualität erarbeitet werden. Zahlreiche Praxen der Kölner Region haben sich bis Mai 2008 bereits beteiligt.

Wahl Entbindungsklinik: Karl Schunck (Berlin) stellte den Beschluss des G-BA zur Regelung der Wahl der Entbindungsklinik in Abhängigkeit von mütterlichen und kindlichen Risiken dar. Schwangere mit insulinpflichtigem Diabetes sollen demnach nur in Perinatalzentren mindestens Level 2 entbunden werden, bei diätetisch eingestelltem GDM reicht die „Geburtsklinik“. Das wurde auch in der neuen evidenzbasierten Leitlinie und in unserer Leitlinie für die Neugeborenen von 2004 berücksichtigt. Die Klassifikation der geburtshilflichen Klinken in Perinatalzentrum Level 1 und 2, Perinataler Schwerpunkt und Geburtsklinik erfolgt nach Ausstattung der Klinik und Qualifikation der Mitarbeiter. Die AWMF-Leitlinie zur Verlegung von Kindern sieht bei Insulinpflichtigkeit der Mutter eine obligate Verlegung aus der Geburtsklinik vor, wenn kein Neonatologe ständig präsent ist. Der G-BA Beschluss soll eine Zentralisierung, Verlegung nur in Notfällen und Vermeidung der Trennung von der Mutter erreichen.

Expertise: Durch Prof.Müller/Jena war an das Board der AG Diabetes und Schwangerschaft eine Anfrage zur Mindestzahl behandelter Schwangerer zur Anerkennung als Behandlungseinrichtung für Typ-1-Diabetes der DDG gerichtet worden. Wir haben die verschiedenen Varianten diskutiert und beschlossen eine Mitgliederumfrage durchzuführen

Das Board der AG Diabetes und Schwangerschaft der DDG stellt nach dieser Umfrage folgendes fest: Von den Mitgliedern der AG Diabetes und Schwangerschaft wird zurzeit weder eine bestimmte Anzahl von dokumentierten Schwangeren noch die Teilnahme an einem Qualifikations-Workshop als Voraussetzung zur Anerkennung als Behandlungseinrichtung für Typ-1-Diabetes favorisiert. Das jetzige Votum liegt nach unserer Auffassung daran, dass weder ein strukturierter Dokumentationsbogen (vergleichbar dem diabetischen Fuß) noch ein Curriculum für einen Qualifikations-Workshop existiert.

München 2008: Wir möchten uns zunächst bei Prof. Hauner bedanken, dass er dem Thema Diabetes und Schwangerschaft soviel Raum gegeben hat. Soweit wir wissen, wurde zum ersten Mal bei der DDG-Jahrestagung ein 4-stündiger Workshop mit internationalen Referenten zum Thema „ Fetal programming“ veranstaltet. Der „Workshop“- mehr eine Vortragsreihe- war gut besucht, auch wenn man gegen Ende spürte, dass manche Themen (oder Vorträge) doch sehr speziell waren und auch die durchgehend in Englisch gehaltenen Darbietungen manchen Workshopteilnehmer etwas ermüdeten.

Das Symposium unserer Arbeitsgemeinschaft war wie immer überfüllt trotz großem Saal. Dazu trug sicherlich vornehmlich Boyd Metzger, der Studienleiter der HAPO-Studie bei, den wir gewinnen konnten, um aus erster Hand (noch vor der Veröffentlichung im NEJM) über die HAPO-Daten zu berichten.

Helmut Kleinwechter, Ute Schäfer-Graf

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Aktuelle Themen

Briefwechsel mit IQWiG zur Ausladung von Prof. Fritsche

Schreiben des DDG-Präsidenten an Herrn Baum, den Sprecher des Vorstands des IQWiG, nach der nachträglichen Ausladung des DDG-Vertreters bei der Anhöring zu langwirksamen Analoga und Antwort von Herrn Baum. Außerdem finden Sie hier auch die Antwort des Präsidenten auf das Schreiben von Herrn Baum.
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Stellungnahme von diabetesDE und der Deutschen Diabetes Gesellschaft

vom 5.6.2009 zur Beschlussvorlage des Gemeinsamen Bundesausschusses (GBA) zur Erstattungsfähigkeit langwirksamer Insulinanaloga in der Behandlung des Diabetes mellitus Typ 2

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DDG Verhaltenskodex

Der Vorstand der DDG hat in Zusammenarbeit mit dem Ausschuss "Conflict of Interest" einen neuen Verhaltenskodex in strenger Anlehnung an nationale und internationale Erfordernisse verabschiedet. Dieser stellt sichter,dass angesichts der vielfältigen Zusammenarbeit mit verschiedenen Bereichen der pharmazeutischen und medizintechnischen Industrie und anderer berufsrelevanter Unternehmen („Industrie“) keine Interessenkonflikte vorliegen, die den Inhalt und die Akzeptanz der im Namen der DDG vorgenommenen Tätigkeiten und Stellungnahmen zweifelhaft erscheinen lassen. Die Umsetzung des neuen Verhaltenskodex bedarf einer Satzungsänderung, die der Mitgliederversammlung anläßlich der Jahrestagung der DDG im Mai 2009 zur Abstimmung vorgelegt wird.
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Stellungnahme vom 14. 04.08 der DDG zum Vorbericht des IQWG „Langwirksame Insulinanaloga zur Behandlung des Diabetes mellitus Typ 2“


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GBA-Beschluss zu den kurzwirksamen Analoga vom 21.02.2008

Hier finden Sie eine Stellungnahme der DDG zu dem Beschluss des GBA vom 21.02.2008 zu den kurzwirksamen Analoga sowie Antworten zu in diesem Zusammenhang häufig gestellten Fragen.
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Abschlußbericht Kurzwirksame Insulinanaloga zur Behandlung des Diabetes mellitus Typ 1 vom 6.6.2007 und zum Beschluss des Gemeinsamen Bundesausschusses über die Einleitung eines Stellungnahmeverfahrens zur Änderung der Arzneimittel-Richtlinie in Anlage 10: Kurzwirksame Insulinanaloga zur Behandlung des Diabetes mellitus Typ 1


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Stellungnahmen des Ausschusses Pharmakotherapie der DDG zu den Berichtsplänen des IQWiG zum Thema Langwirksame Analoga (Typ 1 und Typ 2)


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Stellungnahme des Pharmakotherapieausschusses der DDG

Rosiglitazon und Risiko für Myokardinfarkt und kardiovaskulären Tod
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Stellungnahme der DDG zum Berichtsplan A05/05-A des IQWIG

Am 10.03.07 wurde das Amendment 3 zum Berichtsplan „Glitazone zur Behandlung des Diabetes mellitus Typ 2“ vom IQWIG aufgrund der Erweiterung der Zulassung der Glitazone veröffentlicht und zu Stellungnahmen zum Berichtsplan (inkl. Amendments) aufgefordert. Die DDG, vertreten durch den Präsidenten und den Vorsitzenden des Pharmakotherapieausschusses nimmt wie folgt Stellung:


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Berufsbegleitender Weiterbildungslehrgang 'Fachkraft Diabetes und Niere'

Das durch den Diabetes mellitus als Grundkrankheit verursachte Nierenversagen ist die häufigste zur Dialysepflicht führende Erkrankung. Die Versorgung von Menschen mit Nierenversagen und Diabetes mellitus ist eine große Aufgabe, die interdisziplinär gelöst werden muss. Eine besondere Funktion kommtdabei den die Betroffenen versorgenden Pflegekräften zu.
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Von Algorithmus bis Zuverlässigkeit - Das neue Leitlinienglossar von AWMF und ÄZQ

In Zusammenarbeit mit der Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften hat das Ärztliche Zentrum für Qualität in der Medizin jetzt ein Leitlinienglossar erstellt und im Internet veröffentlicht.
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Stellungnahme der DDG zum Thema "Inhalatives Insulin"

Stellungnahme der DDG anlässlich der Zulassung von EXUBERA®
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Vorbericht des IQWiG für Typ 1 liegt vor

Rundmail des Präsidenten an die Mitglieder der DDG und Stellungnahme des Ausschusses Pharmakotherapie der DDG zum Vorbericht
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