Diabetes erforschen und verhindern, behandeln und heilen.
www.deutsche-diabetes-gesellschaft.de

www.deutsche-diabetes-gesellschaft.de/redaktion/organisation/ags/DM_und_Nerven_Bericht_04.php
Navigation für Fachkreise
Navigation für Patienten
 
Tätigkeitsbericht der AG Diabetes und Nerven für das Jahr 2004

Arbeitsgemeinschaft Diabetes und Nervensystem (AGDN)

Bei der Mitgliederversammlung der AG anlässlich der Jahrestagung der DDG 2004 in Hannover wurde Herr Prof. Dr. med. D. Ziegler, Düsseldorf, in Nachfolge von Herrn Prof. Dr. med. M. Haslbeck, München zum neuen Sprecher der AG gewählt. Derzeit besteht der Beirat der AGDN aus folgenden Mitgliedern: Priv.-Doz. Dr. T. Forst (Mainz), Prof. Dr. M. Haslbeck (München), Prof. Dr. M. J. Hilz, Erlangen, Prof. Dr. D. Luft (Tübingen) und Prof. Dr. D. Ziegler (Düsseldorf). Im Sinne der Zielsetzung der Satzung wurde seit Gründung der AGDN die Zusammenarbeit mit anderen Fachgesellschaften intensiviert. Die AGDN ist über die DDG Mitglied der European Federation of Autonomic Societies (EFAS). Die enge Verbindung zur Neurologie zeigt, dass der jeweilige Sprecher der AGDN gleichzeitig Mitglied des Beirats der AG „Autonomes Nervensystem“ der Deutschen Gesellschaft für Neurologie (DGN) ist.

Nachdem alle bisherigen Symposien anlässlich der Jahrestagungen der DDG mit Problemen peripherer diabetischer Neuropathien befasst waren, wurde bei der 39. Jahrestagung 2004 in Hannover ein Symposium über „Diabetes und zentrales Nervensystem“ mit fünf Themenkomplexen abgehalten. Prof. M. Stumvoll (Leipzig) referierte über die vielfältigen „Wirkungen von Insulin auf das ZNS“. Prof. E. Schönle (Zürich, Schweiz) berichtete über seine umfangreichen Langzeitstudien zur „kognitiven Entwicklung bei jungdiagnostizierten Kindern mit Typ 1 Diabetes“. Das für die tägliche Praxis wichtige Thema „Diabetes und Depression“ wurde von PD Dr. J. Kruse (Düsseldorf) besprochen. Dr. G. J. Biessels (Utrecht, Niederlande) übernahm das komplexe Thema „Central Diabetic Neuropathy“. Prof. J. G. Heckmann (Erlangen) befasste sich mit der klinisch zunehmend in den Vordergrund rückenden Problematik „Diabetes und apoplektischer Insult“. Das Symposium ist auf großes Interesse gestoßen wie an der hohen Teilnehmerzahl und der lebhaften Diskussion zu erkennen war.

In Kooperation mit Neurologen und Schmerztherapeuten wird die AGDN im Rahmen der 40. Jahrestagung der Deutschen Diabetes Gesellschaft in Berlin am 6.5.04, 14:30-16:30 Uhr, ein multidisziplinäres Symposium zum Thema „Therapie der diabetischen Polyneuropathie – Update“ abhalten. D. Ziegler (Düsseldorf) wird über die kausale und pathogenetisch begründbare Therapie sprechen, F. Birklein (Mainz) über die Mechanismen des neuropathischen Schmerzes, R. Baron (Kiel) über die Therapie mit Antidepressiva und Antikonvulsiva C. Maier (Bochum) über den Stellenwert der Opioide und weiterer schmerztherapeutischer Ansätze und T. Forst (Mainz) über die nicht-pharmakologischen Therapieoptionen.

Die Beiratsmitglieder M. Haslbeck, D. Luft, H. Stracke und D. Ziegler von Seiten der Diabetologie sowie B. Neundörfer als Vertreter der Neurologie wurden 1998 vom Vorstand der DDG beauftragt, Leitlinien zu erstellen. Nach vorher publizierten Diskussionsentwürfen wurden die vom Vorstand der DDG genehmigten Endfassungen der beiden evidenzbasierten Leitlinien zur Diagnose, Therapie und Verlaufskontrolle der sensomotorischen (Publikation in 2000) sowie der autonomen diabetischen Neuropathie (Publikation in 2002) veröffentlicht. Diese vom Vorstand der DDG erneut beauftragte Expertengruppe hat die beiden Leitlinien im Mai 2004 überarbeitet und aktualisiert. Hierbei wurden die beiden Themenkomplexe zu einer Leitlinie Diagnostik, Therapie und Verlaufskontrolle der Neuropathie bei Diabetes mellitus Typ 1 und Typ 2 zusammengefasst. Diese Leitlinie ist unter der Internet-Adresse:
http://www.deutsche-diabetes-gesellschaft.de/redaktion/mitteilungen/leitlinien/Leitlinie_neuropathie.pdf
abrufbar. Entsprechend wird die Praxis-Leitlinie zur diabetischen Neuropathie im Winter 2005 unter Mitarbeit der niedergelassenen Kollegen V. Hollenrieder und R. Bierwirth aktualisiert.

Um die Thematik der diabetischen Neuropathien und die Tätigkeit der AGDN einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich zu machen, wird derzeit das Internet-Portal http://www.AGDN.org erarbeitet.

Bei einem derzeitigen Mitgliederstand von 48 ist zu wünschen, dass in Zukunft viele klinisch und insbesondere auch wissenschaftlich tätige Kolleginnen und Kollegen in die AGDN eintreten und tätig werden, da die diabetischen Neuropathie zwar zu den häufigsten und folgenschwersten, aber leider immer noch nicht ausreichend bekannten chronischen diabetischen Komplikationen mit vielen ungelösten Fragen zählt.

Prof. Dr. D. Ziegler, Düsseldorf
Sprecher der AG

Weiterempfehlen Drucken nach oben

Aktuelle Themen

Stellungnahme Blutzuckerteststreifen bei Patienten mit Diabetes mellitus Typ 2

Gemeinsame Stellungnahme von diabetesDE, der Deutschen Diabetes-Gesellschaft (DDG), des Verbands der Diabetesberatungs- und Schulungsberufe in Deutschland e.V. (VDBD), der Deutschen Diabetes-Stiftung (DDS) und des Bundesverband Niedergelassener Diabetologen (BVND) zur Änderung der Arzneimittelrichtlinie und der Anlage III "Harn- und Blutzuckerteststreifen bei Patienten mit Diabetes mellitus Typ 2 vom 19.4.2010(wissenschaftliche Langfassung mit Literatur) bzw. (Kurzfassung der wesentlichen Inhalte)
weiterlesen ...

Stellungnahme G-BA Verfahren kurzwirksame Analoga

DiabetesDE fordert Kinder und Jugendliche und Patienten mit einer Insulinpumpentherapie von dem Erstattungsausschluss kurzwirksamer Analoga auszuschließen und unterstützt die Demonstration zum Bundesgesundheitsministerium am 19.5.2010 um 15.00 Uhr ausgehend von der diabetesDE-Geschäftsstelle in Berlin.
weiterlesen ...

Stellungnahme von diabetesDE und der Deutschen Diabetes Gesellschaft an das Bundesministerium für Gesundheit

Die am 18.3.10 veröffentlichte Beschlussvorlage des Gemeinsamen Bundesausschusses (GBA) zu langwirksamen Insulinanaloga mit dem daraus folgenden Ausschluss der Erstattungsfähigkeit ist auch wegen seiner Sonderregelungen in der gegenwärtigen Form falsch und gefährlich für die betroffenen Patienten.
weiterlesen ...

Briefwechsel mit IQWiG zur Ausladung von Prof. Fritsche

Schreiben des DDG-Präsidenten an Herrn Baum, den Sprecher des Vorstands des IQWiG, nach der nachträglichen Ausladung des DDG-Vertreters bei der Anhöring zu langwirksamen Analoga und Antwort von Herrn Baum. Außerdem finden Sie hier auch die Antwort des Präsidenten auf das Schreiben von Herrn Baum.
weiterlesen ...

Stellungnahme von diabetesDE und der Deutschen Diabetes Gesellschaft

vom 5.6.2009 zur Beschlussvorlage des Gemeinsamen Bundesausschusses (GBA) zur Erstattungsfähigkeit langwirksamer Insulinanaloga in der Behandlung des Diabetes mellitus Typ 2

weiterlesen ...

DDG Verhaltenskodex

Der Vorstand der DDG hat in Zusammenarbeit mit dem Ausschuss "Conflict of Interest" einen neuen Verhaltenskodex in strenger Anlehnung an nationale und internationale Erfordernisse verabschiedet. Dieser stellt sichter,dass angesichts der vielfältigen Zusammenarbeit mit verschiedenen Bereichen der pharmazeutischen und medizintechnischen Industrie und anderer berufsrelevanter Unternehmen („Industrie“) keine Interessenkonflikte vorliegen, die den Inhalt und die Akzeptanz der im Namen der DDG vorgenommenen Tätigkeiten und Stellungnahmen zweifelhaft erscheinen lassen. Die Umsetzung des neuen Verhaltenskodex bedarf einer Satzungsänderung, die der Mitgliederversammlung anläßlich der Jahrestagung der DDG im Mai 2009 zur Abstimmung vorgelegt wird.
weiterlesen ...

Stellungnahme vom 14. 04.08 der DDG zum Vorbericht des IQWG „Langwirksame Insulinanaloga zur Behandlung des Diabetes mellitus Typ 2“


weiterlesen ...

GBA-Beschluss zu den kurzwirksamen Analoga vom 21.02.2008

Hier finden Sie eine Stellungnahme der DDG zu dem Beschluss des GBA vom 21.02.2008 zu den kurzwirksamen Analoga sowie Antworten zu in diesem Zusammenhang häufig gestellten Fragen.
weiterlesen ...

Abschlußbericht Kurzwirksame Insulinanaloga zur Behandlung des Diabetes mellitus Typ 1 vom 6.6.2007 und zum Beschluss des Gemeinsamen Bundesausschusses über die Einleitung eines Stellungnahmeverfahrens zur Änderung der Arzneimittel-Richtlinie in Anlage 10: Kurzwirksame Insulinanaloga zur Behandlung des Diabetes mellitus Typ 1


weiterlesen ...

Stellungnahmen des Ausschusses Pharmakotherapie der DDG zu den Berichtsplänen des IQWiG zum Thema Langwirksame Analoga (Typ 1 und Typ 2)


weiterlesen ...

Stellungnahme des Pharmakotherapieausschusses der DDG

Rosiglitazon und Risiko für Myokardinfarkt und kardiovaskulären Tod
weiterlesen ...

Stellungnahme der DDG zum Berichtsplan A05/05-A des IQWIG

Am 10.03.07 wurde das Amendment 3 zum Berichtsplan „Glitazone zur Behandlung des Diabetes mellitus Typ 2“ vom IQWIG aufgrund der Erweiterung der Zulassung der Glitazone veröffentlicht und zu Stellungnahmen zum Berichtsplan (inkl. Amendments) aufgefordert. Die DDG, vertreten durch den Präsidenten und den Vorsitzenden des Pharmakotherapieausschusses nimmt wie folgt Stellung:


weiterlesen ...

Berufsbegleitender Weiterbildungslehrgang 'Fachkraft Diabetes und Niere'

Das durch den Diabetes mellitus als Grundkrankheit verursachte Nierenversagen ist die häufigste zur Dialysepflicht führende Erkrankung. Die Versorgung von Menschen mit Nierenversagen und Diabetes mellitus ist eine große Aufgabe, die interdisziplinär gelöst werden muss. Eine besondere Funktion kommtdabei den die Betroffenen versorgenden Pflegekräften zu.
weiterlesen ...

Von Algorithmus bis Zuverlässigkeit - Das neue Leitlinienglossar von AWMF und ÄZQ

In Zusammenarbeit mit der Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften hat das Ärztliche Zentrum für Qualität in der Medizin jetzt ein Leitlinienglossar erstellt und im Internet veröffentlicht.
weiterlesen ...

Stellungnahme der DDG zum Thema "Inhalatives Insulin"

Stellungnahme der DDG anlässlich der Zulassung von EXUBERA®
weiterlesen ...

Vorbericht des IQWiG für Typ 1 liegt vor

Rundmail des Präsidenten an die Mitglieder der DDG und Stellungnahme des Ausschusses Pharmakotherapie der DDG zum Vorbericht
weiterlesen ...

© DDG 2006