Die AG Diabetes und Geriatrie der DDG hat jetzt über 200 Mitglieder. Die Interdisziplinarität unter Einbeziehung von Mitgliedern der Deutschen Gesellschaft für Geriatrie (DGG) und Gesellschaft für Gerontologie und Geriatrie (DGGG) bewirkt ein weites Spektrum an Tätigkeitsfeldern und ermöglicht u.a. die Integration der Bereiche Kranken- und Altenpflege, Pflegewissenschaften, Psycho-Gerontologie und Pädagogik.
Im laufenden Jahr wurden drei Projekte erfolgreich abgeschlossen bzw. weiterentwickelt:
Die von DDG und DGG (Deutsche Gesellschaft für Geriatrie) entwickelte gemeinsame „evidenzbasierte Leitlinie Diabetes im Alter“ wurde mit Unterstützung der Fa. Lilly auf Englisch übersetzt und im European Journal of Geriatrics publiziert.
Die „Fortbildung Diabetes in der Altenpflege (FoDiAl)“ wird an verschiedenen Weiterbildungsstätten der Altenhilfe bundesweit als 2-tägiges Programm angeboten.
Die „strukturierte geriatrische Diabetiker-Schulung (SGS)“ wurde in einer multizentrischen Evaluationsstudie als RCT erfolgreich evaluiert. Beide Schulungsprogramme liegen derzeit noch beim AS QSW zur Akkreditierung durch die DDG.
Unter www.diabetes-im-alter.de sowie www.fodial.de befinden sich weitere Informationen.
Ein neues Projekt ist die Prävention des Diabetes im Alter; in Kooperation mit der AG Prävention werden hier Instrumente des Screenings an die Besonderheiten älterer Menschen angepasst sowie geeignete Maßnahmen zur Prävention entwickelt.
Laufende Studien befassen sich unter anderem mit dem Zusammenhang von geriatrischen Syndromen und Diabetestherapie sowie Messverfahren zur Voraussage der Insulin-Selbstinjektionsfähigkeit.
Probleme gibt es u.a. durch die Rationierung von Analoginsulinen mit Verschlechterung der Versorgungsqualität. Insbesonders würde ein Wegfall der Langzeit-Analoga die Behandlungsmöglichkeiten älterer, insulinbedürftiger Patienten stark einschränken. Die öffentliche Diskussion um Rationierung im Gesundheitswesen (v.a. in Hinblick auf die demographische Entwicklung) ist dabei eher hilfreich. Die AG wird die Entwicklung der Leistungsbegrenzungen kritisch mitverfolgen.
Stand 7.10.2006
Dr. Dr. med. Andrej Zeyfang
Vorsitzender der AG Diabetes und Geriatrie der DDG
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