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Curriculum für die Qualifizierung von staatl. gepr. Podologen/innen und staatl. gepr. med. Fußpflegern/innen zu „Podologen/innen DDG"

Vorwort

Die Deutsche Diabetesgesellschaft (DDG) und die Arbeitsgemeinschaft Diabetischer Fuß in der DDG erkennen die dringende Notwendigkeit der Rehabilitation von Patienten mit diabetischem Fußsyndrom zur Wiederherstellung einer ausreichenden Gehfunktion bzw. zur Abwehr krankheitsbedingter Fußschäden. Im Zentrum dieser Rehabilitation steht die verletzungsfreie medizinische Haut- und Nagelbehandlung des diabetischen Fußes. Diese Behandlung, die in Deutschland bisher weder als ärztliche Leistung noch als Leistung paramedizinischer Berufe verfügbar war, bedarf dringend ihrer Erbringung durch qualifiziertes Personal.

Durch qualifizierte Haut- und Nagelbehandlung des diabetischen Fußes kann stationäre und sonstige Krankenbehandlung, die insbesondere durch die Bildung von Geschwüren und Gangränen erforderlich werden, weitgehend vermieden werden. Die Kosteneinsparungen sind enorm. Im europäischen Ausland nehmen qualifizierte, staatlich anerkannte Podologen/Chiropodists/Podiatrists systematisch an der Versorgung von Diabetikern teil; die NEURODIAB- Konferenz zum Management der diabetischen Neuropathie hat ausdrücklich diese Berufsgruppen in die Basis-Versorgung von Patienten mit diabetischem Fuß einbezogen.

Die pathophysiologischen Besonderheiten des Fußes bei Diabetikern erfordern eine über die übliche Ausbildung als Medizinischer Fußpfleger hinausgehende Qualifizierung. Diese soll es dem Medizinischen Fußpfleger ermöglichen, bei fußpflegerischen Maßnahmen gleichzeitig den Gefährdungsgrad des Fußes infolge verlorengegangener Sensibilität, trophischer Störungen, Fußdeformitäten, gestiegener Druckbelastung, und damit ein Risiko der Infektions- und Geschwürsbildung zu erkennen und in Zusammenarbeit mit dem behandelnden Diabetologen drohende Gefahren frühzeitig zu signalisieren. Das Curriculum basiert auf demjenigen der Thüringischen Diabetesgesellschaft, das von Herrn Prof. Dr. med. habil. H. Schmechel, Weimar, konzipiert wurde.

Weitere Informationen (Kurse, Termine, Kosten, etc.) erhalten Sie über die Arbeitsgemeinschaft Diabetischer Fuß:

Informationsbüro der Arbeitsgemeinschaft Diabetischer Fuß in der DDG
Bettina Baumann
Postfach 11 82
67321 Speyer
E-Mail: info@ag-fuss-ddg.de
http://www.ag-fuss-ddg.de/

Das Büro bitte stets per e-mail kontaktieren.


Curriculum für die Qualifizierung von staatl. gepr. Podologen/innen und staatl. gepr. med. Fußpflegern/innen zu „Podologen/innen DDG"

Die Arbeitsgemeinschaft Diabetischer Fuß in der DDG bietet eine Weiterbildung zum „Podologen DDG“ an. Ziel dieser Weiterbildung ist es, Podologen besonders zu schulen, um Patienten mit diabetischem Fußsyndrom eine qualifizierte, verletzungsfreie medizinische Haut- und Nagelbehandlung des Fußes zukommen zu lassen und als kompetenter Medizinalfachberuf seine ihm zugesprochenen Aufgaben zu erfüllen.

Die Weiterbildung umfasst ein 28-stündiges strukturiertes Curriculum, 40 Stunden Praktikum und 16 Stunden Hospitation.

Zulassung zur Weiterbildung

Eingangsvoraussetzung ist der Abschluss „staatl. gepr. med. Fußpfleger/ Podologe/in (Prüfung nach § 10 Abs. 4 oder 6 , Podologengesetz, PodG)


Abschluß

Teilnehmer/innen, welche die Weiterbildung mit Erfolg abgeschlossen haben, erhalten von der Deutschen Diabetes Gesellschaft – vertreten durch die AG Diabetischer Fuß in der DDG – die Berechtigung als Zusatz zu ihrer bisherigen Ausbildungsbezeichnung die Bezeichnung „Podologe/in DDG" zu verwenden. Die Ausbildung zum/zur " Podologen/in DDG" ist eine Zusatzqualifikation. Es handelt sich nicht um einen zusätzlichen Titel.
 
„ Podologen - DDG“ verpflichten sich zu einer kontinuierlichen Weiterbildung im Bereich des Diabetischen Fußsyndroms und haben assoziiertes Mitglied der Deutschen Diabetes Gesellschaft zu sein. Die Mitgliedschaft in der DDG muss bei gleichzeitigem Nachweis der erfolgreich absolvierten Weiterbildung beantragt werden.


Verfahren zur Anerkennung
   
Die Prüfungsbefugnis liegt bei der Weiterbildungs-Einrichtung.
 
Die Arbeitsgruppe „Podologe-DDG“ entwickelt Standards für die Durchführung der Weiterbildung und bestimmt geeignete Weiterbildungs-Einrichtungen.
 
Der Antragsteller hat zum Abschluss der Weiterbildung der Weiterbildungs-Einrichtung folgende Unterlagen vorzulegen.

1. Bescheinigung über die erfolgreiche Absolvierung des Seminars
2. Drei überprüfte Falldokumentationen
3. Bescheinigungen über die Ableistung der Praktika und Hospitation
4. Die Prüfung dieser Unterlagen erfolgt durch die Weiterbildungseinrichtung. Die Arbeitsgruppe „Podologe-DDG“ erhält durch die Weiterbildungseinrichtungen die Information über die erfolgreichen Absolventen der Kurse. Sie ist berechtigt eine Prüfung der individuellen Unterlagen der Absolventen vorzunehmen.
5. Die Ausstellung der Urkunde erfolgt, nach positiver Beurteilung der Arbeitsgruppe „Podologe-DDG“, durch die Vorstände der AG-Fuss und der DDG.
Bestandteile der Weiterbildung
   
- 28-stündiges strukturiertes Curriculum
- 16 Stunden Hospitation in einer zertifizierten stationären Fußbehandlungseinrichtung DDG
- 40-Std. Praktikum in einer zertifizierten ambulanten Fußbehandlungseinrichtung DDG


Anforderungen an die Weiterbildungseinrichtungen

- Kosten für die Weiterbildungseinrichtungen: Antrag auf Zertifizierung (500€) für 3 Jahre, bei Nicht-Einhaltung der Kriterien Entzug der Zertifizierung

- Aktive und passive Hospitation mit Vorlage der Hospitations-Berichte an die Arbeitsgruppe „Pododologe-DDG“, innerhalb von 3 Jahren nach Zertifizierung, danach alle 3 Jahre.

- Im Rahmen der Erstbeantragung der Zulassung erfolgt die passive Hospitation innerhalb von 6 Monaten durch die Arbeitsgruppe „Pod-DDG“.

- Teilnehmerzahl: maximal 16

- Kosten für die Kursteilnehmer derzeit: 850€ + 50€ Zertifikate und Gebühren

- Berufsfachliche Leitung muss Podologe / DDG sein.

- Ärztliche Kursleitung muss Diabetologe/ DDG sein.

- Jährliche Zusammenkunft aller Weiterbildungseinrichtungen im Rahmen der Jahrestagung der AG-Fuss und Vorstellung der Hospitation

- Die Weiterbildungseinrichtungen müssen durch Kooperations-Verträge mit zertifizierten Fußbehandlungseinrichtungen DDG die praktische Weiterbildung ermöglichen


Theoretischer Teil

Thema 1: Was ist Diabetes mellitus
 
Lernziel:
 
Erkennen des grundsätzlichen Unterschiedes der zwei wesentlichen Diabetesformen hinsichtlich Häufigkeit, Krankheitsentstehung und klinischer Symptomatik.
 
Lerninhalte
 
• Diabetesdefinition gemäß WHO
• Charakterisierung der beiden Diabetesformen als Insulinmangelstörung (Typ-1) und Insulinwirkungsstörung (Typ-2)
• Darstellung der typischen klinischen Symptome und der wesentlichen biochemischen Befunde
• Häufigkeit und Bedeutung des asymptomatischen Verlaufes bei Typ-2 Diabetes
• Prognostische Bedeutung des Diabetes

Thema 2: Therapieziele und Grundformen der Diabetestherapie
 
Lernziel:

Vertiefen der wichtigsten Stoffwechsel-Parameter bei Diabetes mellitus
Erkennen der Notwendigkeit und Inhalte individueller klinischer und biochemischer Therapieziele,
Vertiefen der grundsätzlichen Therapiearten.

Lerninhalte
 
• Charakterisierung der wesentlichen Nah- und Fernziele bei Diabetes mellitus
• Kriterien für die Definition individueller Therapieziele
• Grundformen der Diabetestherapie bezüglich
• Ernährung
• Muskelarbeit
• Insulinanwendung
• orale Medikation
• Kombinationstherapie
• Ursachen und klinische Symptomatik der Unterzuckerung

Thema 3: Komplikationen des Diabetes mellitus Teil 1
 
Lernziel:
 
Vertiefen der wesentlichen Begleit- und Folgekrankheiten des Diabetes mellitus und ihre Bedeutung für das diabetische Fuß-Syndrom.
 
Lerninhalte
 
• Unterscheidung zwischen Mikro- und Makroangiopathie
• Bevorzugte Lokalisation der Mikro- und Makroangiopathie
• Entstehungsbedingungen und Einflussfaktoren bei der Entwicklung der Angiopathieformen
• Bedeutung der Angiopathie bei der Ausprägung des diabetischen Fuß-Syndroms
• Venöse Durchblutungsstörungen
 
Thema 4: Komplikationen des Diabetes mellitus Teil 2
 
Lernziel:
 
Kausale Bedeutung der hyperglykämie-bedingten Nervenschädigung für die Entstehung der diabetischen Neuropathie.
 
Lerninhalte
 
• Klassifizierung der diabetischen Neuropathien
• Funktionelle Störungen bei der peripheren sensomotorischen und autonomen Neuropathie
• subjektive wie objektive Symptome der peripheren Polyneuropathie
• Beitrag der Neuropathie zur Pathogenese des diabetischen Fuß-Syndroms

Thema 5: Klinik, Klassifikation und Differentialdiagnose des diabetischen Fuß-Syndroms
 
Lernziel:
 
Erkennen und Vertiefen der verschiedenen klinischen Erscheinungsbilder des diabetischen Fuß-Syndroms.
 
Lerninhalte
 
• Der neuropathisch und trophisch veränderte Fuß (Frühformen, Spätformen, druckgefährdete Fußbereiche)
• Neuropathisches infiziertes Druckulkus
• Bedeutung des verlorenen Schmerzempfindens
• Ischämisch-gangränöser Fuß
• Neuropathisch-makroangiopathischer Fuß
• DNOAP
• Dermato- und Onychomykosen
• Grundsätzliche Differentialdiagnose und Differentialtherapie des diabetischen Fuß-Syndroms
 
Thema 6: Praxis der Diagnostik des diabetischen Fuß-Syndroms
 
Lernziel:
 
Vertiefen / Wiederholen der wesentlichen diagnostischen Merkmale und Maßnahmen zur Feststellung des diabetischen Fuß-Syndroms.
 
Lerninhalte:
 
• Vermittlung der Bedeutung der Inspektion des "angezogenen" und "ausgezogenen" Fußes für die Früherkennung des diabetischen Fuß-Syndroms (Schuhverformung, Druckstellen, Verhornung, Hautrisse, Fußnagel-Abnormitäten, Hautbeschaffenheit, Fußform, Fußdeformierungen)
• Bedeutung der Palpation für die Frühdiagnose des diabetischen Fuß-Syndroms (Temperatur, Hautfeuchtigkeit, Elastizität der Fußsohle)
• Palpation der Fußpulse
• Neurologische Untersuchungsmethoden: Stimmgabel, Monofilament und Reflexhammer
• Palpation des Schuhwerks (von außen und innen, Fremdkörper? Nahtstellen? Lederabnutzung?) und Untersuchung der Strümpfe (drückende Nähte?)
• Schema für Befund-Dokumentation

Thema 7: Der infizierte diabetische Fuß – Erkennung, Erstversorgung und Therapieverhalten
 
Lernziel:
 
Frühzeitiges Erkennen oberflächlicher/tiefer Fußinfektionen und die sich daraus ergebenden podologischen Konsequenzen.
 
Lerninhalte:
 
• Allgemeine Infektionskriterien am diabetischen Fuß
• Klassifikation der Fußläsionen nach Schweregraden: Wagner/Armstrong; Levin, Sanders
• Podologische Erstmaßnahmen und Kooperation mit dem behandelnden Arzt
• Grundsätzliche Behandlungsstrategien beim neuropathisch-infizierten Fuß

Thema 8: Orthopädische Aspekte des diabetischen Fuß-Syndroms
 
Lernziel:
 
Vertiefung fachspezifischer Besonderheiten der orthopädischen Behandlungsmöglichkeiten beim Diabetischen Fuß-Syndrom.
 
Lerninhalte:
 
• Funktionelle Anatomie und Biomechanik des gesunden Fußes
• Wesentliche pathologisch-anatomische Veränderungen und Störungen der Fuß-Funktion beim diabetischen Fuß-Syndrom
• Möglichkeiten und Grenzen konservativer orthopädischer Behandlung
• Indikationen, Möglichkeiten und Folgen operativer Behandlungsmaßnahme

Thema 9: Angewandte Podologie zur Rehabilitation beim diabetischen Fuß-Syndrom
 
Lernziel:
 
Wiederholung der theoretischen Grundlagen für die podologischen Maßnahmen, je nach objektivem Fußbefund.
 
Lerninhalte:
 
• Wiederholung der grundsätzlichen Bedeutung von Inspektion und Palpation zur Diagnosestellung
• Bedeutung der Vermeidung von Fuß-Verletzungen bei der Behandlung
• Verletzungsfreie podologische Behandlung von Hyperkeratosen und Clavi
• Verletzungsfreie podologische Behandlung von Mykosen
• Verletzungsfreie podologische Behandlung der Nägel, speziell bei Unguis incarnatus
• Allgemeine Arbeitshygiene und Verhalten bei behandlungsbedingten Fuß-Verletzungen
• Maßnahmen bei Schwielenabszeß
• Allgemeine Pflege des nicht-ulzerierten Fußes
• Schuhberatung
 
Thema 10: Grundlagen der stadiengerechten Schuhversorgung
 
Lernziel:
 
Vertiefung der verschiedenen Orthopädie-schuhtechnischen Versorgungsmöglichkeiten, gestaffelt nach Schädigungsgrad des diabetischen Fußes.
 
Lerninhalte:

• Biomechanische Aspekte der Schuhversorgung
• Bedeutung und Nutzung verschiedener Materialeigenschaften
• Prävention von Druckschädigungen
• Verbandschuhe und Vorfußentlastungsschuhe
• Postoperative orthopädische Interimsschuhe
• Totale Entlastungsorthesen / 2-Schalen-Gipsverbände
 
Thema 11: Aufgaben und Inhalte der Patientenschulung zum diabetischen Fuß-Syndrom
 
Lernziel:
 
Erlernen der durch den Patienten selbst ausführbaren Präventiv- und Früherkennungsmaßnahmen beim diabetischen Fuß-Syndrom.
 
Lerninhalte:
 
• Warnzeichen der Entzündung Calor, Rubor, Tumor, Dolor und Functio laesa
• kontinuierliche Unterweisung der Patienten z.B. zum Verhalten bei Verletzungen, zur "Zweiten Meinung" vor geplanter Operation
• Hinweise auf nächstgelegene qualifizierte podologische Betreuung bzw. Diabetes-Fußambulanz
 
Thema 12: Schnittstellen von ärztlicher und podologischer Behandlung
 
Lernziel:
 
Erkennen der Grenzen podologischer Möglichkeiten und Verantwortung.
 
Lerninhalte:
 
• Juristische Bestimmungen zur Delegation von ärztlicher Leistung an Podologen/innen
• Darstellung der typischen Grenzsituation bei
• Wundversorgung
• Unguis incarnatus
• Fußdeformitäten
• Beurteilung einer pathologischen Druckbelastung
• arterieller Verschlusskrankheit
• Darstellung des jeweiligen podologischen Verhaltens und der Kontaktvermittlung zum behandelnden Arzt, Orthopädieschuhmacher, Gefäßchirurgen, Orthopäden, Neurologen, Dermatologen
 
Thema 13: Soziologie und Psychologie bei chronisch Kranken

 

Praktischer Teil
 
o Die praktische Qualifizierung zum“ Podologen-DDG“ muß in zertifizierten ambulanten und stationären Behandlungseinrichtungen für den diabetischen Fuß DDG stattfinden.
o Die Weiterbildungseinrichtungen müssen durch Kooperationsverträge mit zertifizierten Fußbehandlungseinrichtungen DDG die praktische Weiterbildung ermöglichen.
o 40-Std. Praktikum in einer ambulanten Fußbehandlungseinrichtung DDG. Unter Aufsicht wird die verletzungsfreie Behandlung von Schwielen in Skalpelltechnik überprüft sowie die Behandlung eingewachsener Nägel. Die Erkennung von speziellen Krankheitszuständen am diabetischen Fuß wird trainiert, die entsprechenden Untersuchungstechniken unter Aufsicht angewandt.
o 16 Stunden Hospitation in einer zertifizierten stationären Fußbehandlungseinrichtung DDG. Hierdurch erhalten die Teilnehmer Kenntnisse über die Klinik schwerwiegender diabetischer Fußläsionen und die interdisziplinäre Arbeitsweise in diesen Einrichtungen.
o Für 3 verschiedene Patienten wird im Laufe des Praktikums ein schriftlicher Diagnose -und Behandlungsplan erstellt, einschließlich Beurteilung der Schuhversorgung und der wahrscheinlich erforderlichen medizinischen und podologischen Nachsorge.


Version 2007 erarbeitet von der Arbeitsgruppe Podologie der AG Diabetischer Fuß:
Fr. Agnes Barr; Dr. Hans-Ulrich Clever; Fr. Ursula Jung; Fr. Jennifer Meendermann; Fr. Susanne Rau; Prof. Dr. Maximilian Spraul; Hr. Wolfgang Stranak; Fr. Dr. Zemlin


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Aktuelle Themen

Übertragung ärztlicher Tätigkeiten auf Berufsangehörige der Alten- und Krankenpflege

Die Deutsche Diabetes Gesellschaft (DDG) begrüßt jede arztentlastende Regelung im Sinne einer qualifizierten Delegation und die Förderung der interprofessionellen Zusammenarbeit. Eine Übertragung und Substitution von ärztlichen Tätigkeiten wird jedoch im Interesse der Patienten abgelehnt. Patientinnen und Patienten haben das Recht auf eine Behandlung nach Facharztstandard. Dieses Recht wird gefährdet, wenn nichtärztlichen Berufsgruppen Tätigkeiten en bloc in eigene Verantwortung und zur selbstständigen Ausübung übertragen werden.
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Stellungnahme zur Verordnungsfähigkeit von Urin- und Blutzuckerteststreifen für nicht insulinpflichtige Typ-2-Diabetiker ab dem 1.10.2011

Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) hat am 17.03. 2011 beschlossen, die Verordnungsfähigkeit von Urin- und Blutzuckerteststreifen für nicht-insulinpflichtige Typ-2-Diabetiker einzuschränken. Der Beschluss wurde am 22.06.2011 im Bundesanzeiger veröffentlicht und wird zum 01.10.2011 rechtskräftig.

Zusammen mit einer Reihe anderer Verbände haben die Deutsche Diabetes-Gesellschaft (DDG), diabetesDE und der Deutsche Diabetiker Bund (DDB) diese Entscheidung massiv kritisiert. Zu begrüßen ist allerdings, dass laut G-BA der Beschluss  „eine weitreichende Ausnahmeregelung“  vorsieht, die in Abstimmung mit den im G-BA mitberatenden Patientenvertretern getroffen wurde. Die darin aufgeführten Kriterien haben allerdings zu zahlreichen Rückfragen geführt, wie die Verordnung in Zukunft zu handhaben ist. Aus diesem Anlass nehmen die DDG und diabetesDE zur Verordnungsfähigkeit von Urin- und Blutzuckerteststreifen für nicht-insulinpflichtige Typ-2-Diabetiker ab dem 01.10.2011 Stellung.


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Stellungnahme der AG Epidemiologie der Deutschen Diabetes-Gesellschaft zum IDF Diabetes Atlas: Wie häufig ist Typ 2-Diabetes in Deutschland?

Epidemiologische Daten zum Typ 2-Diabetes sind wichtig für die Abschätzung der individuellen und sozialen Belastung durch die Erkrankung und liefern Eckdaten für Planungen im Gesundheitswesen [1]. In ihrem aktuellen Atlas berichtet die International Diabetes Federation (IDF) eine alarmierend hohe Prävalenz von 12,0% an Diabetes (überwiegend Typ 2-Diabetes) erkrankten Personen in der Bevölkerung Deutschlands im Alter zwischen 20 und 79 Jahren [2]. Diese Schätzung liegt deutlich höher als jene aus Frankreich (9,4%), Großbritannien (4,9%), Italien (8,8%) oder Spanien (8,4%).
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Verordnungspraxis von GLP1-Analoga nicht ändern. Deutsche Diabetes-Gesellschaft bezweifelt Aussagekraft veröffentlichter Daten

Die Deutsche Diabetes-Gesellschaft (DDG) empfiehlt weiterhin, die Verordnungspraxis von sogenannten inkretin-basierten Wirkstoffen wie DDP4-Hemmern ( Sitagliptin, Vildagliptin, Saxagliptin) oder GLP1-Analoga (Exenatide, Liraglutide) beizubehalten. Die DDG nimmt damit Stellung zu der ungewöhnlichen Wiedervorlage einer Studie in der Zeitschrift „Gastroenterology“: Die Autoren weisen für die betroffene Patientengruppe ein erhöhtes Risiko aus, eine Entzündung oder Krebs der Bauchspeicheldrüse zu erleiden.


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Stellungnahme der Deutschen Diabetes-Gesellschaft zum Ratschlag des Bundesinstitutes für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM), vom Gebrauch pioglitazonhaltiger Arzneimittel abzusehen

Am 10.6.2011 hat das BfArM in einer Pressemeldung vom Gebrauch pioglitazonhaltiger Arzneimittel abgeraten. Grund hierfür ist laut BfArM eine neue Studie aus Frankreich, die eine Erhöhung des Risikos für Blasenkrebs durch Pioglitazon nahe legt.


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2. Update der Stellungnahme zur Publikation von Elashoff zur Sicherheit von GLP-1 basierten Therapien bei Patienten mit Typ 2 Diabetes (Stand: 17.5.2011)

Der Vorstand und der Pharmakotherapie-Ausschuss der Deutschen Diabetes -Gesellschaft und diabetesDE empfiehlt keine Änderung der Verschreibungs-Indikation.


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Statement der AGPD zur qualifizierten Betreuung von Kindern und Jugendlichen mit Insulinpumpentherapie

Aktuelle Situation in Deutschland

In der Pädiatrie gibt es umgangreiche Erfahrungen in der Betreuung von Patienten mit Pumpentherapie. Aktuell werden 30% aller Kinder und Jugendlichen, bei Kindern < 6 Jahren sogar mehr als 50% mit Insulinpumpen behandelt.


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Update der Stellungnahme zur Publikation von Elashoff zur Sicherheit von GLP-1 basierten Therapien bei Patienten mit Typ 2 Diabetes

Liebe Mitglieder der DDG,

Am 4.3.2011 hatten wir Sie über eine online- Publikation in der Zeitschrift "Gastroenterology" der Arbeitsgruppe von Peter Butler informiert (1), die ein erhöhtes Risiko für Pankreatitis, Pankreaskarzinom und andere Karzinome durch inkretinbasierte Therapien bei Patienten mit Typ 2 Diabetes berichtete. Die Deutsche Diabetes Gesellschaft und diabetesDE haben in der Zwischenzeit Informationen erhalten (2), die über die bereits in der ersten Stellungnahme genannten Bedenken hinsichtlich eines „reporting bias“ hinaus die Wertigkeit der publizierten Ergebnisse in Frage stellen. In einem Brief an den Editor wird das Journal aufgefordert, die Elashoff-Arbeit zurückzuziehen, da die Firma NovoNordisk aus dem FDA-Nebenwirkungsregister völlig andere Zahlen ermittelt hätte (Beispiel: Elashoff 17 Fälle von Pankreatitis in der Kontrollbehandlung vor 2007, Novo 79). Auch der FDA-genutzte Algorithmus EMPIRICA zur Erfassung von Signalen von seltenen Arzneimittel­nebenwirkungen hätte bei der Analyse der Daten keinen Warnhinweis ergeben.

Bis zur endgültigen Klärung dieser ungewöhnlichen Kontroverse ergibt sich unseres Erachtens daher zum gegenwärtigen Zeitpunkt keine Empfehlung zu einer Änderung des bisherigen Verordnungsverhaltens bezüglich der Dipeptidylpeptidase IV (DPP-4) -Inhibitoren Sitagliptin (Januvia®, Xelevia®), Saxagliptin (Onglyza®) oder Vildagliptin (Galvus®, Eucreas®)   oder der Glucagon-like Peptid 1 (GLP1) - Analoga (Exenatide (Byetta®) oder Liraglutide (Victoza®)).

Die DDG und diabetesDE sind in erster Linie an Patientensicherheit interessiert. Aus diesem Grund haben wir uns für eine rasche Stellungnahme entschieden, die wir nach Kenntnis der neuen Aspekte jetzt modifizieren. Sollte sich herausstellen, dass die von Elashoff et al. publizierten Zahlen korrekt sind, werden wir auf unsere ursprüngliche Empfehlung zurückkommen. Wir werden Sie über die weiteren Entwicklungen auf dem Laufenden halten.

Für eventuelle Rückfragen stehen wir Ihnen gerne unter danne@hka.de zur Verfügung.
 
Für den Vorstand und den Pharmakotherapie-Ausschuss der Deutschen Diabetes -Gesellschaft  und diabetesDE
Ihr

Prof. Thomas Danne
Präsident der DDG
Vorstandsvorsitzender diabetesDE


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Neues Stipendium: MSD Diabetes mellitus Stipendium 2011 zu Diabetologie & Stoffwechsel - unterstützt von: MSD, Haar

Die Deutsche Gesellschaft für Endokrinologie (DGE) verleiht ein Stipendium zum Thema Diabetologie und Stoffwechsel erstmalig im Rahmen der Jahrestagung in Hamburg (30.03 – 02.04.2011). Dieses Forschungsstipendium, dotiert mit 12.000 EUR, soll jungen Wissenschaftlern einen mehrwöchigen Aufenthalt an einem anderen Institut oder Klinik im In- oder Ausland ermöglichen, um neue wissenschaftliche Verfahrensweisen und/oder Methodiken zu erlernen und diese dann im Heimatinstitut bzw. –klinik zu implementieren sowie weiter zu vertiefen.

Bewerbungen bitte bis zum 10. März 2011 bei der Geschäftsstelle der DGE (Martin Then, Mozartstr. 23, 93128 Regenstauf, Email: Then@endoscience.de) einreichen.

Die Ausschreibung ist  auf der Homepage der DGE einzusehen:


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Gestationsdiabetes: Evidenzbasierte Leitlinie zu Diagnostik, Therapie u. Nachsorge der Deutschen Diabetes-Gesellschaft (DDG) und der Deutschen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe (DGGG)

Liebe Mitglieder von DDG und diabetes/DE,

Experten der DDG und der DGGG stellen auf unserer Homepage den Entwurf zur evidenzbasierten Leitlinie Gestationsdiabetes vor. Dieser Entwurf steht Ihnen für 8 Wochen (Fristablauf: 27.03.2011!) zur Diskussion offen. Sie werden gebeten, evtl. Kommentare direkt und parallel an Herrn Dr. Kleinwechter und Frau PD Dr. Schäfer-Graf an folgende Email-Adressen zu schicken:

ute.schaefer-graf@sjk.de

arzt@diabetologikum-kiel.de


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Stellungnahme der Deutschen Diabetes Gesellschaft zum Verordnungsausschluß von Pioglitazon zu Lasten der GKV

Stellungnahme der Deutschen Diabetes Gesellschaft zum Verordnungsausschluß von Pioglitazon zu Lasten der GKV: 
Nachdem zunächst das Bundesministerium für Gesundheit weitere Erklärungen vom GBA verlangt hatte, ist nach einer Stellungnahme des GBA dieser Verordnungsausschluß vom BMG nicht mehr beanstandet worden und tritt somit am 01.04.2011 in Kraft.
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Stellungnahme Blutzuckerteststreifen bei Patienten mit Diabetes mellitus Typ 2

Gemeinsame Stellungnahme von diabetesDE, der Deutschen Diabetes-Gesellschaft (DDG), des Verbands der Diabetesberatungs- und Schulungsberufe in Deutschland e.V. (VDBD), der Deutschen Diabetes-Stiftung (DDS) und des Bundesverband Niedergelassener Diabetologen (BVND) zur Änderung der Arzneimittelrichtlinie und der Anlage III "Harn- und Blutzuckerteststreifen bei Patienten mit Diabetes mellitus Typ 2" vom 19.4.2010 (wissenschaftliche Langfassung mit Literatur) bzw. (Kurzfassung der wesentlichen Inhalte)
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Stellungnahme G-BA Verfahren kurzwirksame Analoga

DiabetesDE fordert Kinder und Jugendliche und Patienten mit einer Insulinpumpentherapie von dem Erstattungsausschluss kurzwirksamer Analoga auszuschließen und unterstützt die Demonstration zum Bundesgesundheitsministerium am 19.5.2010 um 15.00 Uhr ausgehend von der diabetesDE-Geschäftsstelle in Berlin.
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Stellungnahme von diabetesDE und der Deutschen Diabetes Gesellschaft an das Bundesministerium für Gesundheit

Die am 18.3.10 veröffentlichte Beschlussvorlage des Gemeinsamen Bundesausschusses (GBA) zu langwirksamen Insulinanaloga mit dem daraus folgenden Ausschluss der Erstattungsfähigkeit ist auch wegen seiner Sonderregelungen in der gegenwärtigen Form falsch und gefährlich für die betroffenen Patienten.
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Briefwechsel mit IQWiG zur Ausladung von Prof. Fritsche

Schreiben des DDG-Präsidenten an Herrn Baum, den Sprecher des Vorstands des IQWiG, nach der nachträglichen Ausladung des DDG-Vertreters bei der Anhöring zu langwirksamen Analoga und Antwort von Herrn Baum. Außerdem finden Sie hier auch die Antwort des Präsidenten auf das Schreiben von Herrn Baum.
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Stellungnahme von diabetesDE und der Deutschen Diabetes Gesellschaft

vom 5.6.2009 zur Beschlussvorlage des Gemeinsamen Bundesausschusses (GBA) zur Erstattungsfähigkeit langwirksamer Insulinanaloga in der Behandlung des Diabetes mellitus Typ 2

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DDG Verhaltenskodex

Der Vorstand der DDG hat in Zusammenarbeit mit dem Ausschuss "Conflict of Interest" einen neuen Verhaltenskodex in strenger Anlehnung an nationale und internationale Erfordernisse verabschiedet. Dieser stellt sichter,dass angesichts der vielfältigen Zusammenarbeit mit verschiedenen Bereichen der pharmazeutischen und medizintechnischen Industrie und anderer berufsrelevanter Unternehmen („Industrie“) keine Interessenkonflikte vorliegen, die den Inhalt und die Akzeptanz der im Namen der DDG vorgenommenen Tätigkeiten und Stellungnahmen zweifelhaft erscheinen lassen. Die Umsetzung des neuen Verhaltenskodex bedarf einer Satzungsänderung, die der Mitgliederversammlung anläßlich der Jahrestagung der DDG im Mai 2009 zur Abstimmung vorgelegt wird.
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Stellungnahme vom 14. 04.08 der DDG zum Vorbericht des IQWG „Langwirksame Insulinanaloga zur Behandlung des Diabetes mellitus Typ 2“


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GBA-Beschluss zu den kurzwirksamen Analoga vom 21.02.2008

Hier finden Sie eine Stellungnahme der DDG zu dem Beschluss des GBA vom 21.02.2008 zu den kurzwirksamen Analoga sowie Antworten zu in diesem Zusammenhang häufig gestellten Fragen.
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Abschlußbericht Kurzwirksame Insulinanaloga zur Behandlung des Diabetes mellitus Typ 1 vom 6.6.2007 und zum Beschluss des Gemeinsamen Bundesausschusses über die Einleitung eines Stellungnahmeverfahrens zur Änderung der Arzneimittel-Richtlinie in Anlage 10: Kurzwirksame Insulinanaloga zur Behandlung des Diabetes mellitus Typ 1


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Stellungnahmen des Ausschusses Pharmakotherapie der DDG zu den Berichtsplänen des IQWiG zum Thema Langwirksame Analoga (Typ 1 und Typ 2)


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Stellungnahme des Pharmakotherapieausschusses der DDG

Rosiglitazon und Risiko für Myokardinfarkt und kardiovaskulären Tod
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Stellungnahme der DDG zum Berichtsplan A05/05-A des IQWIG

Am 10.03.07 wurde das Amendment 3 zum Berichtsplan „Glitazone zur Behandlung des Diabetes mellitus Typ 2“ vom IQWIG aufgrund der Erweiterung der Zulassung der Glitazone veröffentlicht und zu Stellungnahmen zum Berichtsplan (inkl. Amendments) aufgefordert. Die DDG, vertreten durch den Präsidenten und den Vorsitzenden des Pharmakotherapieausschusses nimmt wie folgt Stellung:


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Stellungnahme der DDG zum Thema "Inhalatives Insulin"

Stellungnahme der DDG anlässlich der Zulassung von EXUBERA®
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